Das Fette sah die Sonne mehrfach auf- und untergehen 

Was für ein Tag! 

Fünf Stunden mit dem Fetten über Stock und Stein, durch Wald und über Felder, bergauf und bergab. Und Nebel mit Sicht unter 50 m und blauer Himmel wechselten sich alle paar Kilometer ab. 

Mehr als ein dutzend Mal verschwand die Sonne um kurz darauf wieder hervor zu kommen. Jedes Mal ein Schauspiel der besonderen Art. 

Rauhreif überall dort, wo die Sonne nur kurz zu sehen war und im Nebel. Herrlich anzuschauen! 

Und dann auf dem Weg von Bad Abbach an der Donau entlang das leichte Abendrot bei klarem Himmel. 

Da machte sich das Fette nochmal richtig breit um auch neben dem Baum für Sonnenuntergangsfotos gut dazustehen. 

Was für ein Tag … 

Sonne im Süden oder „Chill‘ mal, Alter“

Ja, den Satz „Chill‘ mal, Alter“, den kenne ich aus diversen Unterhaltungen mit meinen fast erwachsenen Kindern, wenn die Meinungen mal nicht so konform sind … doch heute musste ich nicht chillen, das übernahm der eiskalte und böige Ostwind durch den Windchilleffekt mit bis zu 30 km/h und ließ die Temperaturen, die zwischen 0 und 3 °C lagen, doch erheblich kühler auf mich wirken, gefühlt im Minusbereich.

Bei Nebel und bedecktem Himmel mit dunklen Wolkenfetzen unter dem Grau ging es am späten Vormittag raus, das Donautal bis Bad Abbach und dann über die Hügel kreuz und quer durch den südlichen Landkreis, bis mich die Kälte nach zweieinhalb Stunden in die an der B8 bei Geisling liegende Bäckerei mit Café trieb, wo ich einen Snack nahm und etwas Wärme.

Ich überlegte, ob ich weiter gegen den eisigen Wind gen Osten Richtung Straubing fahren sollte, hatte aber nicht so Lust und fasste den Entschluss, wieder zurück zu fahren. Und schon beim Rausgehen sah ich es! Im Süden riss die Wolkendecke auf, der Nebel schien der Sonne zu weichen. Also los Richtung Süden …

Schon nach fünfzehn Minuten fuhr ich in strahlendem Sonnenschein durch den Gäuboden immer weiter Richtung Süden, bis ich an die Nebel-Sonnengrenze kam. Vom hellen Tag fuhr man in düstere und nasse Dämmerung, ein beeindruckendes Schauspiel. An dieser Hell-Dunkel-Sonne-Nebel-Grenze fuhr ich dann immer gen Westen, mal in der Sonne, mal im Nebel, bis ich kurz vor Bad Abbach wieder ganz in den Nebel eintauchte, da die Sonne zu tief stand, um über die Nebelbank noch drüber zu scheinen.

Schöne Eindrücke, die ich versuchte, im Bild festzuhalten, mal grau und trüb, mal hell und farbig, nicht immer perfekt, aber ich denke doch, die besondere Stimmung des heutigen Tages zeigend.

So kam ich heute dann trotz Kälte und Wind, trotz Nebel und dank der Sonne auf fast sechs Stunden, die ich draußen auf und neben dem Rad verbrachte. Reine Fahrzeit waren es fünf Stunden und fünfunddreißig Minuten, die ersten zweieinhalb Stunden fast zum Aufgeben, der Rest als schöne Belohnung, doch durchgehalten zu haben.

Wiedereinstieg nach den stillen Tagen

Es muss ja wieder weitergehen nach der langen Weihnachtspause, damit die überschüssigen Kalorien verbrannt werden und die alten Knochen nicht zum Rosten anfangen …

Wie gewohnt gab es Nebel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, erst am Nachmittag wurde es mit bis zu 4 °C etwas wärmer. Die Welt war grau und die Sicht begrenzt, schemenhaft sah ich in der Ferne Bäume und Kirchtürme auftauchen, von den Höhen des Bayerischen Waldes sah ich gar nichts.

Es ging kreuz und quer durch den südlichen Landkreis, von Regensburg bis Bad Abbach, Thalmassing, Dünzling, Moosham, Taimering bis Geisling. Dort in der Bäckerei ein kurzer Snack, ein Smalltalk mit den Verkäuferinnen und einem Rennradfahrer, dann ging es kreuz und quer wieder zurück.

Wenig bis gar nicht befahrene Straßen, die Eindrücke sind auf den Fotos (heute leider nur mit dem Smartphone, da ich die Speicherkarte nicht in der Kamera hatte, die ich dabei hatte) zu erkennen … grau, wenig Verkehr, die Bäume am Straßenrand waren die einzigen Highlights auf der fünfstündigen Rundfahrt.

Und dann noch zwei Wasserfahrzeuge, ein ca. 180 Meter langer Schubverband und die Fähre Matting, die zwei landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge übersetzte, die am anderen Ufer Holz abholten.

Morgen dann hoffentlich ein bisschen mehr Licht … oder vielleicht sogar Sonne?

Felder, Hügel, Wälder

Ein nebliger Tag, seit der Morgendämmerung. Ich musste schmunzeln, als der Sprecher der Nachrichten beim Wetter ankündigte, dass sich das Wetter am Nachmittag ändern wird und es trüb und bedeckt werden wird …

Optisch war es kein Unterschied, mit 6 °C und etwas Wind ziemlich mild, bei der Heimfahrt durch den südlichen Landkreis mit der hügeligen Landschaft, Wiesen, Feldern und Wäldern eine durchaus angenehme Temperatur, vor allem bei dem ständigen Auf und Ab auf teils sehr verschlammten Wegen.

Viele Hochsitze auf den Freiflächen, viel Wild in den Feldern, gut geschützt durch die vielen Gräben und halbhohen Sträucher. Teilweise kannte ich mich nicht mehr so recht aus, lediglich die ab und zu zu durchfahrenden Ortschaften sagten mir dann wieder etwas und ich wusste grob, wo es weiterging.

Viele schöne und einsame Wege und Straßen bin ich gefahren, bis ich nach gut 800 Höhenmetern nach Bad Abbach runter kam und von dort die Donau entlang wieder in die Stadt reinfuhr. Ein slowakisches Schubschiff mit einem Schubleichter voller Baumstämme begleitete mich ein Stück weit und die Besatzung winkte mir ein paar Mal zu, wenn ich wieder am Ufer stand, um ein paar Fotos zu machen.

Eine lange Heimfahrt ging nach etwas über vier Stunden zu Ende, ein schöner Spätnachmittag auf dem Rad in stiller und ruhiger Umgebung.