Dünnes Eis, etwas Sonne und gefrorene Schneepisten am Abend

Die Frühtemperaturen im einstelligen Minusbereich, neblig trüb mit einem kurzen Moment Sonne am Donausüdarm, Höhe Königliche Villa, dünnes, brechendes Eis im unteren Schleusenvorhafen und Westhafen, die Möwen saßen auf den großen Eisschollen und warteten auf herabfallendes Futter beim Entladen der Schiffe.

Für durchgehende, tragende Eisflächen ist es noch nicht lange genug kalt gewesen, auf dem Fluss gibt es Eisbildung sowieso nur in den Stillwasserbereichen der Schleusen und Häfen, dort wo keine Schiffe durchfahren. Die dünne Eisschicht der Nacht wird vom ersten Schiff gebrochen, die einzelnen Schollen werden über- und untereinander geschoben und können bei längerer Eiszeit zu dicken Eisplatten zusammen gefrieren, das ist dann die Zeit der Eisbrecher, die üblicherweise eher am Main-Donau-Kanal unterwegs sind.

Am Abend ging es nach dem Stammtisch von Wenzenbach zurück auf dem Falkensteinradweg und auf den Donauuferwegen bis raus an die Fähre in Gr0ßprüfening durchgehend auf einer gefrorenen, festgefahrenen und teils eisigen Schneefläche.

Helles Licht vom Scheinwerfer auf dem Weiß der Wege und Felder und lautloses Dahingleiten über den Schnee, unterbrochen vom harten Kratzen der Spikes auf den eisigen Abschnitten … so macht das Rad fahren auch bei den tiefen Temperaturen Spaß.

Rund um die Donau und zu spät für den Sonnenuntergang

Ein trüber Tag, der dann überraschender Weise am späten Nachmittag doch noch etwas Sonne bekommen sollte. Doch leider konnte ich an keiner exponierten Stelle sein, um den langsam aus den Wolken herausfallenden großen orangen Ball angemessen im Bild festzuhalten. Nur durch die Uferbäume ein schmaler Eindruck dessen, was da heute zu sehen war.

In der Früh alles grau, die Donau tritt am Oberen Wöhrd und unterhalb der Steinernen Brücke etwas über die Ufer, das geniale Graffiti von den Jungs von Spraybar musste unbedingt mit hierher, da der Gesichtsausdruck einfach schön ist, das Mädel hat einfach nicht damit gerechnet, dass so ein fettes Rad ganz ungeniert an ihrer Wand lehnt.

Im Westhafen reger Betrieb beim Umladen von Schüttgütern von einem auf das andere Frachtschiff, im letzten Moment konnte ich das herabrieselnde Schüttgut noch im Bild festhalten, nur mit einer Serienaufnahme möglich. Das Containerlager wird immer größer, nein, vor einem Seehafen müssen wir uns nicht verstecken.

Noch ein paar Eindrücke von der Donau an der Steinernen Brücke, es scheint, als stünde das Fatbike mit drei Rennruderbooten am Start für ein Rennen, wenn man die neu mit Holz eingefassten Brückenvorfüße als Bug solcher Rennboote durchgehen lässt. Die enge Gasse gleich oberhalb in die Altstadt mit den Bögen, auf denen sich die Tauben trotz spitzer Nägel ohne Probleme niedergelassen haben.

Und dann am späten Abend noch die Runde durch die Altstadt mit Eindrücken vom vorweihnachtlichen Geschehen am Weihnachtsmarkt im Spitalfgarten. Vorher war da noch der durch einen Schiffsscheinwerfer hell erleuchtete Liegeplatz am Regen, ein schöner Anblick der angestrahlten Bäume in der sonst stockfinsteren Gegend. Leider sieht man die Dreifaltigkeitskirche am Berg oben nicht so gut, dafür sind die Bilder aus der Hand ohne Stativ qualitativ nicht geeignet.