Galeerensklaven und eigenartige Wolke

Die Donau sollte es nochmal rausgehen nach der Arbeit. Aber ich hatte in der Stadt was vergessen, also erst mal wieder am linken Donauufer rein bis Stadtamhof, die Sonne schien, ein straffer Westwind hielt den Himmel frei von den über dem Naabtal aufziehenden Gewitterwolken.

Raus ging es dann über den Stadtwesten und Großprüfening, von wo ich schon die ersten grauen Wolken in der Ferne über dem Donautal hängen sah. Der Wind drehte und blies Richtung Südosten, immer kräftiger werdend. So als ob da irgendwas kräftig Luft holen würde. Eigenartige Windrichtung, habe ich so noch nicht erlebt.

Hinter Matting dann dunklere Wolken, die hinter dem Rosengarten aufzogen und so knapp über die Hügel zu sehen waren. Ich wollte bis Bad Abbach, blieb dann aber am Ortsausgang von Oberndorf stehen um noch ein paar Fotos zu machen. Der Wind blies immer noch, gegen den Wind ging es dann wieder zurück bis kurz vor Matting. Dort war von einem Meter auf den anderen absolute Windstille. Ich hielt an und schaute zurück.

Krass! So eine Wolke habe ich noch nie gesehen. Kreisrund, deutlich abgesetzt von den Wolken darüber. Sie sah eigenartig bedrohlich aus. Fehlte nur noch, dass sie die Wolke zu drehen anfängt, dachte ich mir und mir war schon ein bisschen komisch zumute. Ich wollte nur noch in die Stadt rein, wer weiß, was sich da entwickelte.

Bis Höhe Sinzing wurde es immer dunkler, nun auch aus der Stadt heraus. Erste Tropfen, der typische Geruch, wenn es zu regnen anfängt. Und dann ging es Schlag auf Schlag, Donner, schwerer Gewitterregen. Unterstellen? Nein, sind noch gute 10 Minuten, da muss ich durch, nass ist es eh.

Und so fuhr ich fast 15 Minuten durch den Vollwaschgang, so nass war ich das letzte Mal beim Kleiderschwimmen für das Goldene Sportabzeichen!

Aber ich dachte mir, das ist immer noch besser, als als Galeerensklave auf der Regina rudern …

Das Geheimnis der Eisenbahnbrücke Großprüfening

Seit letztem Herbst, die Brücke war ab 20. Oktober für fast 3 Wochen für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, hat die Eisenbahnbrücke ein Geheimnis, das mit dem Gehweg zusammen hängt.

Im Rahmen der Erneuerung der Bodenplatten wurden solche aus Beton verwendet, die durch schmale Ritzen unterbrochen schön säuberlich nebeneinander von Südwesten nach Nordosten, also vom geografisch linken zum geografisch rechten Donauufer verlegt wurden.

Beginnend auf der Kleinprüfeninger Seite mit der Nummer 1, endend auf der Großprüfeninger Seite mit der Nummer 606. Es ging sich nicht ganz aus, die letzte Platte ist nur eine halbe geworden.

Und wer sich dazu entschlossen hat, die Platten überhaupt zu nummerieren, der wird sicher auch einen Grund gehabt haben, die ersten hundert Platten fortlaufend zu nummerieren, die folgenden fünfhundertundsechs Platten  dagegen nur in Fünferschritten.

Niemand hatte bisher eine schlüssige Erklärung für dieses rätselhafte Phänomen, die Mittelbayerische Zeitung auch nicht:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/bahnbruecke-sperre-fuer-fussgaenger/1135922/bahnbruecke-sperre-fuer-fussgaenger.html

Am Schloss Prüfening

Rund ums Schloss Prüfening auf verschlungenen Waldwegen, rauf und runter, wäre die ideale Strecke für ein Rennen. Dann noch ein Blick auf die Donau von der Prüfeninger Eisenbahnbrücke aus, zwei Schiffe begegnen sich gerade oberhalb vor der Autobahnbrücke bei Sinzing.

Alle Eindrücke von unterwegs: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/13Januar2015DrauEnAmSchlossPrufening