Eindrücke von der Donau

Arbeitsweg zurück entlang der Donau mit Blick auf das hohe Wasser und ein paar bunten Blumen. Jetzt kommt das Wasser zu uns, das in den letzten Tagen am Oberlauf der Donau und den westlichen Zuflüssen zusammengekommen ist.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie das Wasser ansteigt und mit welcher Macht es über das Wehr und durch die Steinerne Brücke fließt.

An der Donau bei hohem Wasserstand

Die Hochwassermeldestufe 1 wurde knapp nicht erreicht heute Nachmittag. Wobei ich am Abend bei der Heimfahrt den Eindruck hatte, dass der Pegel noch etwas gestiegen ist, denn das Wasser lief aus dem Donausüdarm Höhe Sorathotel über den Steindamm hinüber in den Brandnerkanal, was am Mittag nicht der Fall war.

Erstaunlich immer wieder, wie groß die Wasserfläche wird, wenn die Donau auch nur ein paar Zentimeter aus dem Flussbett tritt. Teils nur wenige Zentimeter tief stand das Wasser auf den Überflutungsflächen im Stadtgebiet, zum Durchfahren fehlte mir aber am Abend die Sicht und ein Absteigen im auch nur zehn Zentimeter tiefen Wasser gibt halt doch nasse Füsse, was um diese Jahreszeit nicht unbedingt sein muss.

Ein paar Eindrücke von den Brücken und dem durch die Jochs schießenden Wasser, die Geräusche, die die Kraft des Wassers vermitteln, hört man ja im vorhin geposteten YouTube-Video. Immer wieder beeindruckend.

Auch die brodelnde, braune Brühe am Pfaffensteiner Wehr, wo das Wasser über die fast ganz geöffneten Schützen gerade so drüber lief, darunter aber mit aller Macht hindurchschoss. Die Wasserwalze unterhalb des Wehrs ist absolut tödlich, sollte jemand über oder durch das Wehr gehen. Da werden sogar kleine Boote mit rein gezogen. Es gibt kein Entrinnen.

Es war mild heute, fast schon frühlingshaft, ein frischer Westwind sorgte für viel frische Luft und viel Vortrieb, wenn es gen Osten ging … über die Gegenrichtung reden wir nicht.

 

Der Schiffsname sagt alles

Regen, Regen, Regen … welche ein Zufall, dass das Gütermotorschiff mit dem Namen °Aquaplan“ an diesem Tag im Oberwasser der Schleuse Regensburg lag.

Es regnete bis auf kurze Unterbrechungen den ganzen Tag, egal also, wann raus mit dem Rad, nass war es in jedem Fall. Und mit 3 °C und frischem Westwind auch ziemlich kühl. Aber Hauptsache in den Klamotten ist es warm, wenn die auch nach kurzer Zeit erst außen, dann zunehmend auch innen nass sind. Das geht recht gut, zumindest für 2 bis 3 Stunden. So auch heute.

Die Wege waren stark mit Pfützen bedeckt und teils sehr schlammig, aber es macht einfach mehr Spaß abseits der geteerten Straßen zu fahren. Das Rad kann man mit dem Hochdruckreiniger wieder säubern, die Klamotten waschen.

Ein paar nasse Eindrücke von unterwegs, die Bilder sprechen für sich. Die Biber haben wieder Hochsaison, wenn ich die Bäume entlang der Donau anschaue. Insbesondere rein Richtung Pfaffensteiner Wehr und am Donaunordarm. Manchmal ist eben der Biber schneller als der Mensch, der angefallene Bäume zwar mit Farbe markiert, aber eben noch nicht abgeschnitten hat.

Eine trotz Nässe schöne Fahrt entlang der Donau.