Gedenkfahrt für einen verstorbenen Freund

Zwei Jahre ist es heute her, dass ein Freund, mit dem ich ein paar Jahre in der Winterpokalmannschaft zusammen gefahren bin, plötzlich und unerwartet verstorben ist. Viel zu jung, viel zu früh …

Leider hatte ich heute aufgrund einer nicht verschiebbaren Dienstreise keine Möglichkeit, eine Gedenkfahrt für ihn zu unternehmen, wie im letzten Jahr, als ich ihm zu Ehren am 25. November 200 km mit dem Liegerad gefahren bin.

So bin ich wenigstens am Abend für zwei Stunden raus in die Dunkelheit und bin bei Schneeregen, kaltem Ostwind und 0 °C gefahren, da ich weiß, dass er sich nicht geziert hätte, da mitzufahren.

Einen Eintrag im Liegeradforum möchte ich dazu auch verlinken, den ich für ihn heute noch verfasst habe: http://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/2-todestag-von-iqual-joachim-jannsen.43705/#post-691678

Eine nasse und kühle Angelegenheit heute, ein paar Eindrücke von der Wehrbrücke Pfaffenstein mit Blick auf die Autobahn, ein Krankenwagen brachte noch etwas Blau mit ins Bild, von der Nibelungenbrücke in beide Richtungen und von der Donaulände, wo gerade ein Fahrgastkabinenschiff ablegte und mit dem Suchscheinwerfer die Mauer der Königlichen Villa anstrahlte. Dieses Selfie konnte ich nicht einfach ignorieren …

Abendrunde im tristen Grau und leichtem Schneefall

Über den Ziegetsberg rüber zum Prüfeninger Schloss auf verschneiten Wegen und Pfaden, der frische Schnee war griffig und nahm dem Eis von gestern die Glätte. War gut zu fahren, in den fast zwei Stunden Querfeldeinfahrt habe ich niemanden getroffen, nur eine Herde Rehe auf einer Freifläche am Hang rüber nach Matting. Die waren aber schneller weg, als ich überhaupt an meine Kamera denken konnte.

Zwischendurch schneite es kräftig, bei der Heimfahrt nach Einbruch der Dunkelheit wurde es auf den Straßen und Wegen sehr glatt, da es aufklarte und die Minustemperaturen die Nässe ein glitzernde Eiskristalle verwandelten.

Aber langsam kommt man auch voran und gebranntes Kind scheut bekanntlich Feuer …

Für die Fotos wäre ein Stativ nicht schlecht gewesen, bei den langen Belichtungszeiten in der Dämmerung sind die Bilder aus der Hand nicht von bester Qualität. Aber sie sollen ja auch nur einen Eindruck von da draußen vermitteln.