Frühlingsanfang

Eiskalt erwischt am Ostentor

In der Gefriertruhe

Direkt warm am Mittag

Geht’s noch?

Jammern hilft auch nicht

Mega kalt und abends froh über das Trike 

Eiskalt auf der Fahrt in die Arbeit, frischer Rauhreif und gefrierender Nebel, zweimal kurz die Sonne zwischen den Nebelschwaden, ein paar graue Eindrücke von unterwegs. 

Die Donau draußen im Osten gefroren, da kann man drüber gehen, ich muss aber nicht der Erste sein! 

Und am Abend gefrierender Regen. Alter Schwede! Mein Trike, meine Klamotten, meine Brille mit einer Eisschicht überzogen, das Hinterrad fuhr sicher die doppelte Strecke und in Kurven ging es oft gerade aus dahin. 

Gut, das Dreirad dabei gehabt zu haben … 

Schnee, Eis, Mond, Sonne, Kälte

Stadt, Land, Fluss haben wir als Kinder immer gespielt. Zu einem festgelegten Buchstaben mussten passende Wörter zu den genannten und weiteren Kategorien auf einen Zettel geschrieben werden. Wer zuerst fertig war, sagte „Stopp“ und es wurde verglichen.

Eine Stadt-Land-Fluss-Runde mit Schnee, Eis, Sonne, Mond und Kälte stand an. Na ja, eigentlich waren es ja die Fahrten in die Arbeit und zurück. Und zum Glück sagte keiner „Stopp“, sonst wäre ich nicht so weit gekommen. Und vergleichen musste ich mich auch nicht, waren sonst keine Radfahrer unterwegs da draußen auf den Wiesen und Feldern.

Ein perfekter Wintertag! Und genau so ein „p“ hätte ich gewählt für das alte Spiel. Perfekt, prima, phänomenal, phantastisch, prächtig!

Und die anstehende klirrend kalte Nacht konnte ich beim Heimfahren am Abend schon spüren. Der fast volle Mond stand am klaren Himmel, über den Schneeflächen draußen vor der Stadt war es empfindlich kalt nach Sonnenuntergang, nichts mehr zu spüren von der warmen Sonne am Mittag, die dort, wo sie anstand, den Schnee schon ordentlich wegtaute.

Und genau da wird es morgen früh spiegelglatt sein, denn das Schmelzwasser gefror schon am Abend zu tückischen Eisplatten. Höchste Aufmerksamkeit für Balancefahrzeugführer … die Spikes sind die Wahl der Stunde.

Nebel. Sonne. Schnee. Eis. Klirrende Kälte.

Ulla Müller vom Bayerischen Rundfunk, Bayern 1, war schuld … heute ist der Tag für Wintersportler, Neuschnee, Sonne, Frost. Da muss raus, wer den traumhaften Tag nutzen möchte, unbedingt. Hat sie am Morgen gesagt. Mit voller Überzeugung.

Die einzige Frage für mich war, ob Radfahren Wintersport ist!? Zur Not ja. Nein, ganz klar. Es ist ein Sport, den man auch im Winter ausüben kann. Die Skispringer springen ja auch im Sommer von so eigenartigen Schanzen mit Bürstenbelag. Da kann ich mit dem Fetten und den Winterreifen mit Spikes doch wohl auch im Winter fahren.

So wurde aus Ulla Müllers Ansage eine sechsstündige Wintertour, die es in sich hatte. Aus dem Nebel im Donautal hinein in die Sonne Richtung Bayerwald.

Fast nur offroad auf Schnee und Eis unterwegs, teils tief und pulverig, teils festgetreten, angetaut und über Nacht knüppelhart gefroren, teils sehr glatt. Doch die Spikes hielten und das Geräusch der Stahlnägel auf dem Eis ist ein ganz besonderes. Aber es gibt Sicherheit und lässt den Blick auch mal zur Seite schweifen, im Vertrauen auf den Halt und die Spurtreue.

So ging es unter anderem den Falkensteinradweg hinauf, ein toller Radweg, der tägliche Arbeitsweg zweier Freunde, einer schreibt auch ein Blog, das ich schon ein paar mal rebloggt habe. Schön zu fahren, der Radweg, oft im Schatten, dort wo sich die alte Bahnlinie durch Wald und manches enge Tal schlängelt, dann wieder in der Sonne auf dem alten Bahndamm, erhaben und über der umliegenden Landschaft. Knapp 300 Höhenmeter steigt die Bahnlinie bis zum Endpunkt in Falkenstein an, große Teile sind als Loipe für Skilangläufer gespurt, da fährt man dann mit dem Fetten neben den Spuren, dort wo auch die Fußgänger laufen. Ruppig, schwer und anstrengend, nur mit den dicken Reifen mit wenig Luft zu fahren.

Es machte so viel Spaß und die Zeit verging wie im Flug. Nach einem schönen und leuchtenden Sonnenuntergang ging es dann zurück Richtung Heimat. Doch auch die Temperatur ging rasant zurück, über den schneebedeckten Freiflächen bis -15 °C, das war schon knackig kalt und über eine halbe Stunde hatte ich arge Probleme mit den Fingern und Zehen, Schalten und Bremsen ging gar nicht, die Kamera konnte ich nicht mehr bedienen, kein Gefühl und schon die Sorge, ob denn alles in Ordnung ist.

Doch nach einer dreiviertel Stunde kam das Gefühl wieder und die Temperatur in der Stadt mit -9 °C fühlte sich richtig angenehm an. Wenn mir das mal einer gesagt hätte, dass ich -9 °C als angenehm empfinden würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Ein paar Eindrücke aus dem Schnee und Eis, vom Sonnenuntergang und der einsamen Hütte, die wohl um diese Jahreszeit mit dem Schild „Eis“ den Nagel auf den Kopf trifft ….

 

Kalte, sonnige, glatte Feiertagsrunde

Feiertag, frei, -3 Grad, klarer Himmel, die Sonne schien teilweise schon ins Donautal hinein, die Straßen an den Rändern oder quer in Streifen spiegelglatt vom in der Nacht angefrorenen Schmelzwasser, mit dem Trike kein Problem, mit einem Einspurer wäre es eine echte Herausforderung gewesen. Muss nicht sein, wenn man die Wahl hat.

Einen Sturz eines Rennradfahrers habe ich gesehen, es war auf der spiegelglatten Brücke in Bad Abbach rüber zur Freizeitinsel. Nichts passiert, nur der Bremsgriff war verdreht. Ich traf dann noch Stefan, der mir erzählte, dass er an der Blindenschule in der Kurve auf der eisglatten Fahrbahn gestürzt ist, an der Blindenschule …

In unserem Viertel musste man schon schauen, wie man die Straßen hoch kommt, denn geräumt wurde da erst gestern und das Schmelzwasser konnte sich so flächendeckend auf der Straße ausbreiten und ist genauso auch festgefroren.

Alle Eindrücke von unterwegs: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/6Januar2015SonnigeWinterrunde