Morgenstimmung an der Donau mit etwas Hochwasser

Land’s End mit dem Flachen

Hochwasser – GMS Westenwind gen Westen

Sonnenuntergang an der Walba – mit dem Flachen

Hochwasser und etwas Sonne

Viktor nah am Wasser

Das Wasser steigt weiter … unter der Steinernen Brücke rauscht es gewaltig. Immer wieder beeindruckend, wie sich das Wasser vor den Brückenfundamenten aufstaut und dann wie in einer Düse beschleunigt durch das Brückenjoch schießt …

Ich habe inständig gehofft, dass Viktor die Ruhe behält, standhaft bleibt und nicht vom Westwind umgeweht und vom Wasser fortgerissen wird.

Forza (ital.) – Kraft, Stärke

Hatte alles viel Kraft heute … das Wasser, immer noch hoch und gewaltig, aber die Kajakfahrer trotzten ihm mit viel Geschick, die Strömung und Stromschnellen ausnutzend … der Regen, der fast den ganzen Tag herunterfiel, mal mehr, mal weniger, alles wurde zusätzlich nass, Wasser überall, auf Straßen und Wegen … die Maschinen, von Motoren oder Menschen angetrieben … das Güterschiff aus Holland, das den ganzen Tag am Liegeplatz am Regen lag und auf schwere Ladung wartete … die Hafenkräne, die auch auf Ladung für den Umschlag warteten … die Eisenbahnwaggons voller Zement, der von Silofahrzeugen abgeholt wird … das Fette, das sich in Szene setzte am Wasser, im Wasser, neben dem Wasser und vor den Güterwaggons und so seine Kraft zeigte, mehr als das alte, aus dem Fluss gezogene und nur noch in Teilen vorhandene Moutainbike, dem die Kraft des Wassers schon arg zugesetzt hatte … die Wolken, die heute zäh und unbeweglich am Himmel hingen, schwer vom Wasser, das sie noch mitführten und die der gegen Abend aufkommende Wind trotz aller Kraft nicht wegschieben konnte … so verging schließlich ein Tag, der kraftvoll war und auf langen Radfahrten auch Kraft kostete.

Nur der schwarze Krähenvogel schien ganz entspannt von seinem Ast über den Fluss zu schauen und flog genauso mühelos, scheinbar ohne Kraft hinüber ans andere Ufer …

An der Donau bei hohem Wasserstand

Die Hochwassermeldestufe 1 wurde knapp nicht erreicht heute Nachmittag. Wobei ich am Abend bei der Heimfahrt den Eindruck hatte, dass der Pegel noch etwas gestiegen ist, denn das Wasser lief aus dem Donausüdarm Höhe Sorathotel über den Steindamm hinüber in den Brandnerkanal, was am Mittag nicht der Fall war.

Erstaunlich immer wieder, wie groß die Wasserfläche wird, wenn die Donau auch nur ein paar Zentimeter aus dem Flussbett tritt. Teils nur wenige Zentimeter tief stand das Wasser auf den Überflutungsflächen im Stadtgebiet, zum Durchfahren fehlte mir aber am Abend die Sicht und ein Absteigen im auch nur zehn Zentimeter tiefen Wasser gibt halt doch nasse Füsse, was um diese Jahreszeit nicht unbedingt sein muss.

Ein paar Eindrücke von den Brücken und dem durch die Jochs schießenden Wasser, die Geräusche, die die Kraft des Wassers vermitteln, hört man ja im vorhin geposteten YouTube-Video. Immer wieder beeindruckend.

Auch die brodelnde, braune Brühe am Pfaffensteiner Wehr, wo das Wasser über die fast ganz geöffneten Schützen gerade so drüber lief, darunter aber mit aller Macht hindurchschoss. Die Wasserwalze unterhalb des Wehrs ist absolut tödlich, sollte jemand über oder durch das Wehr gehen. Da werden sogar kleine Boote mit rein gezogen. Es gibt kein Entrinnen.

Es war mild heute, fast schon frühlingshaft, ein frischer Westwind sorgte für viel frische Luft und viel Vortrieb, wenn es gen Osten ging … über die Gegenrichtung reden wir nicht.