Fatbiketour – Tag 4 – Eichstätt – Regensburg/Wald

Letzter Tag, Rückfahrt nach Hause. Ausgiebiges Frühstück, der Hefezopf in der hauseigenen Bäckerei des Hotels war ein Gedicht, wer nur sollte die Fahrräder fahren … kalt war es anfangs, nur 12 Grad, aber die Sonne trocknete die Straßen und Wege schnell ab und erwärmte auch die Luft auf dann angenehme 20 Grad. Bei weiß-blauem Himmel ging es die Altmühl runter, auf teils unbefestigten Wegen über Feld, Wald und Flur.

In Kipfenberg strampelten wir hinauf hoch über die Burg zum geografischen Mittelpunkt Bayerns, einem Denkmal mitten im Wald und einer abenteuerlichen Auf- und Abfahrt. Es lief gut, teils mit viel Rückenwind, wir kamen schnell und gut vorwärts. Leid taten uns die in Gegenrichtung fahrenden Radler, der Wind war eindeutig zu stark und die Leute waren auch sehr langsam unterwegs. Vorbei an der Kratzmühle ging es dann wieder an den Main-Donau-Kanal und auf den grandiosen Schotterwegen talwärts Richtung Donau.

In Kottingwörth, zwischen Beilngries und Töging, dann ein gut bayerisches Mittagessen mit dazu passenden Getränken. Gestärkt ging es weiter, es lief besser als vorher, die Temperatur war inzwischen wieder sommerlich. Dietfurt, Riedenburg, Kelheim, in Kapfelberg in der Gaststätte Donaulände direkt am Donauufer dann noch ein Radler mit Eiskaffee – oder umgekehrt?

Am linken Donauufer fuhren wir dann am Schleusenkanal entlang über Lohstadt und Sinzing bis rein nach Regensburg, wo wir uns am Pfaffensteiner Wehr trennten, Markus weiter nach Wald, also noch gute 35 km und 350 Höhenmeter, ich rein in die City für ein Eis.

Eine perfekte Tour war zu Ende, vier schöne, ereignisreiche Tage waren es. Eine der schönsten Radtouren, die ich bisher gemacht habe. Maßgeblich daran beteiligt war das Fatbike, das auf Untergründen aller Art einen völlig neuen Fahrspaß vermittelt. Mein Reifendruck war vorne 0,7 und hinten 0,9 Bar. Mehr Komfort geht nicht. Und dabei rollt das Bike noch immer ordentlich!

So waren es an diesem Tag noch einmal 157 km und ein paar Höhenmeter, insgesamt 574 km und knapp 3500 Höhenmeter. Der Gesamtschnitt lag trotz des großen Offroadanteils bei 24,3 km/h.

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag4EichstattRegensburg#

Fatbiketour – Tag 3 – Rothenburg ob der Tauber – Eichstätt

Nach einer regnerischen Nacht ging es nach dem Frühstück in einem japanisch besetzten Frühstücksraum bei dichter Bewölkung raus aus Rothenburg, nachdem wir noch eine Stadtrunde mit Fotoshooting gedreht hatten. Zwei Regengebiete waren noch auf unserer Route, doch wie sich später herausstellen sollte, würde uns keines der beiden wirklich erwischen.

Die Etappe sollte nach Eichstätt gehen, der Altmühlradweg war unsere grobe Orientierung, hier und da nahmen wir die Ortsverbindungsstraßen, die eigentlich nicht von PKWs befahren waren, wir waren völlig alleine auf den Straßen unterwegs. Okay, da war noch Schillingsfürst, der Tourplaner hat wohl nicht umrissen, dass das auf einem Berg liegt, über den man nicht unbedingt drüber fahren muss. Wäre auch außenrum gegangen …

Bei kühlen 13 bis 15 Grad ging es immer rauf und runter, der Altmühlradweg wäre etwas weiter, ab wohl auch flacher verlaufen. Wir kamen nach Umfahrung des Hesselbergs und einer guten Brotzeit in einer kleinen Metzgerei in der Wallachei wieder sehr dicht an Gunzenhausen heran, wo wir am Tag vorher schon in Gegenrichtung unterwegs gewesen sind. Doch letztlich ging es dann doch über Wassertrüdingen und Treuchtlingen wieder ins eigentliche Altmühltal und dort auf landschaftlich wunderschöner Strecke bis hinein nach Eichstätt, den zahlreichen Windungen der Altmühl folgend.

Es war ein kühler Tag, viel Gegenwind, viele Höhenmeter und letzlich 146 km. In Eichstätt dann bei einsetzendem Regen ein gemütliches Abendessen, das den Tag abschloss.

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag3RothenburgEichstatt

Fatbiketour – Tag 2 – Hilpoltstein – Rothenburg ob der Tauber

Bei noch schönerem Wetter ging es nach einem reichhaltigen Frühstück weiter Richtung Rothenburg ob der Tauber. Vorbei am Rothsee, hinüber zum Brombachsee, wo herrlichstes Wassersportwetter war, ein Flair wie an den Oberbayerischen Seen, Markus, der dort noch nicht war, war begeistert. Okay, es war auch ein Tag, der die Gegend von ihrer schönsten Seite präsentierte.

Viel Betrieb am Wasser und auf den Radwegen, es war Sonntag, Ausflugswetter. Laute Ah- und Oh-Rufe beim Anblick unserer für diese Gegend wohl außergewöhnlichen Räder, die pfeilschnell über die Schotterwege getreten wurden und wegen der Staubfahne viel Aufmerksamkeit erregten. Wir fuhren am Altmühlüberleiter entlang vom Brombachsee bis zum Altmühlsee ein Tempo immer zwischen 30 und 35 km/h, was so manchen Radler in Staunen versetzte.

Am Altmühlsee ein kurzer Stopp beim Campingplatz Herzog, meine Eltern besuchen. Ein paar kleine alkoholfreie Biere von der Neumarkter Brauerei Lammsbräu und das Leben war noch schöner und angenehmer. Weiter ging es dann am Altmühlüberleiter, die Wegführung in Ornbau war etwas eigenwillig, etwa dreimal sind wir durch die Ortschaft gefahren, bis wir die richtige Richtung wieder hatten.

Immer am Altmühlradweg entlang ging es Richtung Rothenburg ob der Tauber, eine kleine Anhöhe war noch zu erklimmen, bevor wir in die von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgebenen Stadt einfahren konnten. Grobes Kopfsteinpflaster, perfekter Untergrund für unsere Boliden.

Unterwegs scherzte ich noch, dass dort nur Japaner und Chinesen rumlaufen. Markus glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als die ersten Fußgänger beim Einfahren in die Stadt tatsächlich Japaner mit der obligatorischen Ausrüstung waren. Wir hatten viel Spaß dort und ein perfektes Abendessen.

Da es am Abend zu regnen anfing, gingen wir noch eine Runde über die überdachte Stadtmauer und beschlossen den schönen Sommertag im Regen im Hotel mit einem zweiten Abendessen …

124 km und etwas mehr Höhenmeter waren es am zweiten Tag, der Anteil an unbefestigten Wegen war nicht mehr so hoch. Aber ein rundum perfekter Radltag!

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag2HilpoltsteinRothenburg#

Fatbiketour – Tag 1 – Wald/Regensburg – Hilpoltstein

Bei schönstem Sommerwetter und passender Radeltemperatur traf ich Markus an der Fähre in Prüfening. Er hatte schon fast 40 km in den Beinen, da er von Wald über den Falkensteinradweg hergefahren war. Gemeinsam ging es auf größtenteils unbefestigten Uferwegen die Donau rauf bis Kelheim, dann den Main-Donau-Kanal bis Hilpoltstein, vorbei an Riedenburg, Dietfurt, Beilngries, Berching und den großen Schifffahrtsschleusen, die mächtig über den Main-Donau-Kanal aufragen.

Die größten Hubhöhen sind mehr als zwanzig Meter, eine gewaltige Ingenieursleistung. Sowie das gesamte Altmühltal durch den Bau des Main-Donau-Kanals an Attraktivität gewonnen hat. Die Radwege sind top, das Dahingleiten auf den fein geschotterten Wegen, eine Staubfahne hinter her ziehend, war mit den fetten Reifen ein Genuss. Je schlechter die Oberfläche, desto mehr Spaß machte es.

Die Strecke war bis auf die Fahrt durch Regensburg und Hilpoltstein auf unbefestigten Wegen, es war der schönste Abschnitt, den wir zu fahren hatten. Immer eben dahin, lediglich an den Schleusen die Steigungen hinauf zur obenliegenden Haltung. Es war entspannt und machte viel Spaß.

Das Hotel in Hilpoltstein war in Ordnung, das Essen im dazugehörenden Biergarten vom Feinsten. Ein Tag, der lange in Erinnerung bleiben wird.

Gefahren sind wir 147 km und ein paar Höhenmeter, die aber zu vernachlässigen sind.

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag1RegensburgHilpoltstein#