Auf allen Dreien die Winterwarriorrunde 

Die lange Runde durch den südöstlichen Landkreis von der Arbeit nach Hause … 

73 km, Sonne und ein herrlicher Sonnenuntergang, etwas Wind gegens Schwitzen, schöne Eindrücke vom Eis auf der Donau, bei der Abfahrt -3 °C, bei der Ankunft eine gute Stunde nach Sonnenuntergang -7 °C, Kaffee to ride in Bad Abbach, also alles in Ordnung! 

Und Hände und Füße warm, was gibt es Schöneres!? 

Mit dem Dreirad zum Pielmühler Wehr 

Was für ein Naturschauspiel! 

Die Fischtreppe am Pielmühler Wehr ist komplett von einer Eiskuppel bedeckt. Im Tunnel darunter rauscht das Wasser die schräge Ebene hinunter und lediglich auf den letzten drei Metern ist der Glasdom oben etwas geöffnet. 

Natureis! Und nicht künstliche Eisplatten, die die Firma Like-Ice für ganzjährige Schlittschuhbahnen auf der ganzen Welt herstellt. Zufällig habe ich das Label an einem Bürogebäude in der Äußeren Wiener Straße gesehen … wie konträr zur derzeitigen Situation auf Flüssen und Seen! 

Eindrücke vom heutigen Arbeitsweg, am Abend auf vereisten Pisten auf allen Dreien nach Hause. 

Und mit -4 °C war es ja schon fast ein erster Frühlingstag … 

Dauerfrost auf drei Rädern, man gewöhnt sich daran 

Nichts Neues, nur etwas Schneegrieseln und weiter zufrierende Gewässer. Die Donau friert großflächig zu, selbst in den fließenden Abschnitten starke Eisbildung in den Uferbereichen.

Die Schifffahrt steht still, Wasservögel laufen übers Eis, alles irgendwie anders als in den letzten Jahren.

Und irgendwie gewöhnt man sich dran, dass es um die minus zehn Grad hat.

Es geht weiter … ich hoffe nur, dass es bald wieder etwas Farbe in den Bildern gibt!

Dreirad und zweistellige Minusgrade den ganzen Tag 

Was für eine anhaltende Kälte! Heute keine Sonne, die Temperaturen blieben auch tagsüber um die minus zehn Grad, so einen Dauerfrost hatten wir schon Jahre nicht mehr.

Die Donau gefriert! Und nicht nur in den Stillwasserbereichen, auch schon am Rand der frei fließenden Bereiche.

Die Naab war das letzte Schiff, das durch die Schleuse Regensburg fuhr, ab dem Nachmittag wurde die Schifffahrt eingestellt, am Main, Kanal und den Schleusen Geisling und Kachlet geht nichts mehr.

Aber mit dem Trike macht es Spaß, die Eisplatten und Eispisten können problemlos und im Drift überfahren werden, alles bestens.

Auch Hände und Füße hielten zweieinhalb Stunden durch, längere Touren müssen ja bei diesem Wetter auch nicht sein …

Und es sind Farbbilder, auch wenn man das wegen des Hochnebels und Dauergraus nicht gleich sieht.

Ende der Eiszeit und Streusalz en masse

Nun ist es erstmal vorbei mit dem Winter und dem schönen Schnee. Hart war es zu fahren in den letzten Tagen, aber es war zu fahren und hat viel Spaß gemacht auf der weißen, gefrorenen Unterlage und bei teils schönem Wetter.

Die Plustemperaturen lassen den Schnee dahinschmelzen, doch durch den gefrorenen Boden befindet sich unter dem Schnee und Schmelzwasser noch eine Eisschicht, die das Fahren auch mit dem Fatbike extrem schwierig macht. Man kann die Spur kaum halten, das Rad fährt irgendwo hin, mit den Spikes stürzt man zwar nicht,  da sie auf dem Eis gut herhalten, aber Spaß macht das nicht mehr. Gut dass die Straßen komplett frei sind und immer eine Ausweichstrecke zur Verfügung steht.

Andreas aus Wald hat berichtet, dass er heute früh nach einem Sturz auf dem unfahrbaren Falkensteinradweg die Straße genommen hat. Das kam bisher wohl überhaupt nicht vor, wenn ich mich recht erinnere. Hoffentlich wird es jetzt dann richtig warm, die Wetterjungs reden ja von bis zu 14 °C, damit die Offroad-Wege wieder befahrbar werden.

Heute auch noch dichter Nebel den ganzen Tag, dazu Nieselregen vom Feinsten.

Na ja, im neuen Salzstadel (der historische steht ja an der Steinernen Brücke und diente im Mittelalter als Lagerstätte für das wertvolle Salz) im Westhafen lagert noch genügend Streusalz für die nächste Eiszeit. Noch vor sechs Wochen war die Halle komplett voll, unvorstellbar, was da in der letzten Zeit an Salz auf die Straßen gestreut wurde.

Und der Dom St. Peter mit seinen zwei Türmen war gerade noch so zu sehen, wenn man direkt darunter stand. Von der Donau aus sah man den Dom und die Altstadt wegen des Nebels gar nicht. Auf dem Steg an der Schwabelweiser Eisenbahnbrücke sah man nicht mal das andere Ufer.

Der Eisbär, der es sich in einem warmen Schaufenster in einer Apotheke in der Maxstraße gemütlich gemacht hat, war erstaunt und neugierig zugleich, hat er doch noch nie in seinem Leben ein Fatbike gesehen …

Der kälteste Tag dieses Winters

Wenn man die Nacht dazu rechnet …

Die brachte einen erst nebligen, dann zunehmend sonnigen Morgen. Rauhreif an Bäumen und Sträuchern und allem, was so da draußen rum stand, kleine Eiskristalle in der schneidend kalten Luft, der eisige Ostwind war das Sahnehäubchen an diesem Morgen.

Andreas, der von Wald auf dem Falkensteinradweg rein fährt, hatte kurz vor Wenzenbach in dem Kälteloch, wo ich am Montag Nachmittag -15,2 °C hatte, heute früh -22,7 °C!!!

Hier in der Stadt und an Donau und Regen und draußen am Osthafen hatte es nur ca. -15 °C, aber immer noch kalt genug.

Viel Eis auf dem Regen, in den Häfen, von durchfahrenden Schiffen gebrochen und zu Schollen zusammen geschoben, in Tegernheim waren die Altwasser und der kleine Bach durchgefroren. In Pielmühle auf dem Altwasser sind die Schlittschuhläufer und Eisstockschützen auf dem Eis und haben ihren Spaß.

Ein schöner, sonniger Wintertag mit vielen schönen Eindrücken vom Fluss und den Flussauen. Am Abend auf der Rückfahrt dann immer noch -11,5 °C, die angekündigte Warmfront scheint wohl noch etwas entfernt zu sein.

Auf jeden Fall hat es wieder riesig Spaß gemacht und am Abend hatte ich eine Fahrzeit von 3:35 Stunden auf dem GPS.

Schnee, Eis, Mond, Sonne, Kälte

Stadt, Land, Fluss haben wir als Kinder immer gespielt. Zu einem festgelegten Buchstaben mussten passende Wörter zu den genannten und weiteren Kategorien auf einen Zettel geschrieben werden. Wer zuerst fertig war, sagte „Stopp“ und es wurde verglichen.

Eine Stadt-Land-Fluss-Runde mit Schnee, Eis, Sonne, Mond und Kälte stand an. Na ja, eigentlich waren es ja die Fahrten in die Arbeit und zurück. Und zum Glück sagte keiner „Stopp“, sonst wäre ich nicht so weit gekommen. Und vergleichen musste ich mich auch nicht, waren sonst keine Radfahrer unterwegs da draußen auf den Wiesen und Feldern.

Ein perfekter Wintertag! Und genau so ein „p“ hätte ich gewählt für das alte Spiel. Perfekt, prima, phänomenal, phantastisch, prächtig!

Und die anstehende klirrend kalte Nacht konnte ich beim Heimfahren am Abend schon spüren. Der fast volle Mond stand am klaren Himmel, über den Schneeflächen draußen vor der Stadt war es empfindlich kalt nach Sonnenuntergang, nichts mehr zu spüren von der warmen Sonne am Mittag, die dort, wo sie anstand, den Schnee schon ordentlich wegtaute.

Und genau da wird es morgen früh spiegelglatt sein, denn das Schmelzwasser gefror schon am Abend zu tückischen Eisplatten. Höchste Aufmerksamkeit für Balancefahrzeugführer … die Spikes sind die Wahl der Stunde.

Nebel. Sonne. Schnee. Eis. Klirrende Kälte.

Ulla Müller vom Bayerischen Rundfunk, Bayern 1, war schuld … heute ist der Tag für Wintersportler, Neuschnee, Sonne, Frost. Da muss raus, wer den traumhaften Tag nutzen möchte, unbedingt. Hat sie am Morgen gesagt. Mit voller Überzeugung.

Die einzige Frage für mich war, ob Radfahren Wintersport ist!? Zur Not ja. Nein, ganz klar. Es ist ein Sport, den man auch im Winter ausüben kann. Die Skispringer springen ja auch im Sommer von so eigenartigen Schanzen mit Bürstenbelag. Da kann ich mit dem Fetten und den Winterreifen mit Spikes doch wohl auch im Winter fahren.

So wurde aus Ulla Müllers Ansage eine sechsstündige Wintertour, die es in sich hatte. Aus dem Nebel im Donautal hinein in die Sonne Richtung Bayerwald.

Fast nur offroad auf Schnee und Eis unterwegs, teils tief und pulverig, teils festgetreten, angetaut und über Nacht knüppelhart gefroren, teils sehr glatt. Doch die Spikes hielten und das Geräusch der Stahlnägel auf dem Eis ist ein ganz besonderes. Aber es gibt Sicherheit und lässt den Blick auch mal zur Seite schweifen, im Vertrauen auf den Halt und die Spurtreue.

So ging es unter anderem den Falkensteinradweg hinauf, ein toller Radweg, der tägliche Arbeitsweg zweier Freunde, einer schreibt auch ein Blog, das ich schon ein paar mal rebloggt habe. Schön zu fahren, der Radweg, oft im Schatten, dort wo sich die alte Bahnlinie durch Wald und manches enge Tal schlängelt, dann wieder in der Sonne auf dem alten Bahndamm, erhaben und über der umliegenden Landschaft. Knapp 300 Höhenmeter steigt die Bahnlinie bis zum Endpunkt in Falkenstein an, große Teile sind als Loipe für Skilangläufer gespurt, da fährt man dann mit dem Fetten neben den Spuren, dort wo auch die Fußgänger laufen. Ruppig, schwer und anstrengend, nur mit den dicken Reifen mit wenig Luft zu fahren.

Es machte so viel Spaß und die Zeit verging wie im Flug. Nach einem schönen und leuchtenden Sonnenuntergang ging es dann zurück Richtung Heimat. Doch auch die Temperatur ging rasant zurück, über den schneebedeckten Freiflächen bis -15 °C, das war schon knackig kalt und über eine halbe Stunde hatte ich arge Probleme mit den Fingern und Zehen, Schalten und Bremsen ging gar nicht, die Kamera konnte ich nicht mehr bedienen, kein Gefühl und schon die Sorge, ob denn alles in Ordnung ist.

Doch nach einer dreiviertel Stunde kam das Gefühl wieder und die Temperatur in der Stadt mit -9 °C fühlte sich richtig angenehm an. Wenn mir das mal einer gesagt hätte, dass ich -9 °C als angenehm empfinden würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Ein paar Eindrücke aus dem Schnee und Eis, vom Sonnenuntergang und der einsamen Hütte, die wohl um diese Jahreszeit mit dem Schild „Eis“ den Nagel auf den Kopf trifft ….

 

Mehr oder weniger Schnee, Hauptsache Spaß

Es war in der Tat sehr wechselnd mit dem Neuschnee. Durch den starken Wind lag teilweise so gut wie kein Schnee, dann wieder fuhr ich durch kniehohe Schneefelder.

Unter 400 Metern üNN etwas pappiger Schnee, die Unterlage teils eisig, leicht angetaut, schwer zu fahren, ich war froh, die Spikes drauf zu haben. Wenn es heute Nacht Frost haben sollte, dann werden die Wege hier knüppelhart gefrieren und teils richtig glatt werden.

Über 400 Metern üNN griffiger Schnee, der auch im Wald und auf den Bäumen lag, schöne Eindrücke auf den Höhen und in den Wäldern entlang des Donautals. Ein paar kurze sonnige Augenblicke gab es auch während der fünfstündigen Querfeldeinfahrt mit Höhen und Tiefen, sowohl beim Schnee als auch der absoluten Höhe. Den Sonnenblumen half die Sonne nicht mehr, sie hatten das Gröbste eindeutig hinter sich. Der kleine Schneemann dagegen saß auf der Parkbank mit Blick gen Süden, allerdings wird er sich eher strengen Frost als warme Sonnenstrahlen wünschen. Wer will es ihm verdenken!?

Es machte wieder richtig Spaß mit dem Fetten über unberührte Wege und Pfade zu fahren, lautlos in den Höhen, mit viel Knirschen auf dem eisigen Untergrund in den Tälern.

So darf es weitergehen …

Dreikönigsrunde im Schnee und Eis

Da gibt es heute nicht viel zu sagen.

Schnee, Eis, angetaut, schwer, pappig, glatt im Wechsel, bergab höchste Konzentration. Über Hügel und durch Wälder ging es auf und ab, ein paar Mountainbiker waren auch unterwegs, aber taten sich noch wesentlich schwerer im teils weichen Schnee.

Die Eindrücke sprechen für sich, sogar die Sonne schaute sich das zweimal kurz an …

Mit Temperaturen um den Gefrierpunkt ließ es sich gut aushalten und es machte wieder sehr viel Spaß, trotz der Anstrengung.