Eindrücke von der Donau

Arbeitsweg zurück entlang der Donau mit Blick auf das hohe Wasser und ein paar bunten Blumen. Jetzt kommt das Wasser zu uns, das in den letzten Tagen am Oberlauf der Donau und den westlichen Zuflüssen zusammengekommen ist.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie das Wasser ansteigt und mit welcher Macht es über das Wehr und durch die Steinerne Brücke fließt.

Es geht wieder los …

Vorbei mit dem Urlaub und dem Faulenzen!

Es geht wieder los mit dem Radfahren, wird auch Zeit, denn wer nicht Rad fährt und isst, als würde er Rad fahren, der wird im Lauf der Zeit einfach unförmig … okay, kein echtes Problem, aber die Tendenz geht schon dahin.

Mit dem Fetten bei vielen und wechselnden Wolken am Fluss entlang durch die Stadt und raus aufs flache Land Richtung Südosten, immer mit dem Wind. Die Wolken hielten sich den ganzen Tag, die ein, zwei Schauer konnte ich umfahren bzw. am Vormittag daheim aussitzen. Schöne Eindrücke mit mächtigen Wolken und sogar ein paar Sonnenlücken, immer wieder ein Genuss, da lang zu fahren.

Spontane Passaufahrt

Es war ein spontaner Entschluss zur Besprechung nach Passau mit dem Rad zu fahren, das Wetter passte, ich hatte fünf Stunden Zeit, nur der Südostwind machte mir etwas Sorge …

Doch ich war schon im Osthafen und hatte von dort bis Passau das Zeitfenster und nur noch 138 km. Das war gut kalkulierbar, falls der Wind nicht zu stark sein würde. Bis runter nach Deggendorf waren ca. 2 bis 3 Beaufort angesagt, vorwiegend aus Südost bis Süd. Es war ein konstanter, leichter Gegenwind, der aber mit dem Flachen gut zu fahren war, die Reisegeschwindigkeit lag in der Ebene immer über 30 km/h gegen den Wind.

In Kirchroth die erste kurze Pause in einer Bäckerei, da ich weder Brotzeit noch Getränke dabei hatte. 15 Minuten Verpflegung, dann ging es weiter. Es hatte bis 20 °C und sollte bis Passau nicht kälter werden, die Sonne schien auf der ganzen Strecke. Es lief erstaunlich gut, nur ein paar Fahrradgruppen auf dem Donauradweg bremsten mich etwas aus, da man sich nicht so schnell entschließen konnte, einen schnelleren Radler auch vorbeifahren zu lassen.

Vor Deggendorf dann oben auf der Autobahn Stau, der ganze Verkehr lief von der Ausfahrt Metten durch die Stadt. Ich entschied mich trotzdem gegen den Radweg und blieb auf der Hauptstraße, dort lief es wegen des nun eingeschlafenen Windes und der schnell vorbei fahrenden Autos und LKW mit über 40 km/h bis zu den ersten Ampeln, wo ich schlecht vorbei kam und zweimal die Kolonne überholen musste um ganz vorne an der Ampel zu stehen. Hinter Deggendorf dann wieder Tour de Baroque bis Niederalteich, wo ich einen Kollegen besuchte, dort eine halbe Stunde Kaffeepause und viel Gaudi.

Dann ging es frisch gestärkt weiter über die Staatsstraße vorbei an Hofkirchen und vor Vilshofen wieder auf den Donauradweg. Noch ein kurzer Stopp für eine Apfelsaftschorle und dann Schlussspurt runter nach Passau. Dort lotste mich ein Schild doch wieder auf den unbefestigten Donauradweg rein in die Stadt bis zum Racklauhafen, was wieder Zeit kostete.

Und tatsächlich war ich um 17 Uhr an der Donaulände am alten Rathaus und wartete auf meine Kollegen. Die Zeit vertrieb ich mir auf dem Rathausplatz in der Sonne in einem Restaurant sitzend mit einem dunklen Radler und einer Apfelsaftschorle, die einfach so reinliefen.

Es war eine klasse Fahrt mit einem persönlichen Rekord auf dieser Strecke, obwohl ich das Flache und nicht das Schnelle hatte und Übernachtungsgepäck dabei hatte. Die 138,4 km bin ich in brutto fünf Stunden, netto in 04:16:56 Stunden gefahren. Das ist trotz des Gegenwindes bis Deggendorf ein beachtlicher Schnitt von 32,4 km/h während der Fahrt.

Das macht mir so ein Liegerad so sympathisch. Man steigt nach so einer Strecke ab und ist frisch und unverspannt … aber genauso durstig wie mit jedem anderen Fahrrad …

Die Rückfahrt am nächsten Tag habe ich dann gechillt mit einem Boot angehen lassen, geplant bis Vilshofen, aber dann wegen des schönen Flussverlaufs und der Eindrücke vom Fluss dann doch bis rauf nach Regensburg. Da es ab Straubing zu regnen anfing, keine schlechte Entscheidung.

Alles grünt und wächst

Kühl und windig bei der Abfahrt, bewölkt, doch im Süden schien die Sonne eine Chance zu haben. Das Regenradar zeigte keine Niederschläge, die Temperatur mit anfangs 14 °C doch für die Jahreszeit zu kühl.

Beim Rausfahren Richtung Walba traf ich dann einen Radler auf einem Zeitfahrrad, da wurde mir schnell warm. Der Junge zog mit 40 bis 45 km/h locker dahin, das war schon sportlich. Ab der Walba fuhr ich dann alleine weiter, rings um Bad Abbach herum und über Gundelshausen nach Kapfelberg rüber.

Die Natur wuchert und steht in frischem Grün da, die Kühe auf der Weide haben die Kälber dabei, alles wächst und gedeiht. Der Blick rüber auf Kapfelberg mit den Kühen hat schon fast etwas vom Allgäu.