Perfekt beleuchtet

Ganz schön was los heute da draußen in der Dunkelheit, trotz Nebel und Nässe.

Und perfekt beleuchtet, diese Radfahrer. Vom Rennradfahrer über die radfahrende Familie bis hin zum Lastenradfahrer.

Na ja, wenigstens die Fünf waren unterwegs, ich selber war zweimal in der Garage zum Losfahren, doch jedes Mal fing es zu regnen an, als ich das Garagentor gerade geschlossen hatte.

Keine Lust heute, ein Ruhetag darf auch mal sein.

Stay tuned …

Schnelle Nebelfahrt

Sichtweiten unter 100 Metern am Vormittag, Temperatur 3,8 °C, frischer Südostwind unter der Nebeldecke. Gegen 11 Uhr machte ich mich dann doch auf zu einer Adventsrunde, könnte ja auch schneien und Minusgrade haben …

Heute musste es mal wieder das Schnelle sein, das Gefühl mit wenig Kraftaufwand durch die Landschaft und über die Hügel zu gleiten ist einfach toll.

Oder anders gesagt: Karbon statt Kondition …

Durchs Donautal und über die Hügel ging es kreuz und quer durch den südlichen Landkreis bis ich irgendwann in Abensberg ankam, den Weihnachtsmarkt mit dem Trubel ersparte ich mir aber heute und fuhr durch die wellige Gegend wieder zurück Richtung Kelheim mit dem einen oder anderen Abstecher in Dörfer, in denen ich bisher noch nicht gewesen bin.

Mühelos ging das mit dem Bacchetta CA2, na ja, man sagt ja auch: Karbon statt Kondition … aber Spaß beiseite, es lief richtig gut heute. Immer darauf bedacht, nicht zu schwitzen, was bei diesem Wetter nicht so toll ist, da man dann bei eventuellen Stopps schnell auskühlt und sich leicht erkältet. Aber im Lauf der Jahre hat man das gelernt, wie schnell man am Berg und in der Ebene fahren darf, um eben in einem gesunden Temperaturbereich zu bleiben. Außerdem geht es im Winterpokal nicht um Geschwindigkeit, sondern um gefahrene Zeit. Die hoch über mir kreisenden Geier warteten also vergeblich.

Und da standen heute 4:35 Stunden auf dem Garmin. Rechtzeitig zum Adventstee war ich wieder daheim und im warmen Wohnzimmer mit dem Adventskranz und den Kerzen war es dann auch gemütlich und eine Belohnung für die Zeit draußen im Nebel.

Entspannte Fahrt mit dem gebrochenen Vorderhuf

Nein, ich habe mir kein Bein gebrochen, keine Sorge …

Das ist ein Kommentar eines Freundes, der das Liegerad mit der Einarmschwinge am Vorderrad so bezeichnet hat. Schaut aus, wie ein gebrochener Vorderhuf beim Pferd, meinte er.

Aber es ist eine Sänfte. Bequem, vollgefedert, ein perfektes Rad für die genussvolle Tour im Winter. Mit der überzogenen Sitzauflage hat man quasie eine Sitzheizung, Rücken und Hintern sind immer schön warm, was will man mehr bei diesem Wetter.

Ja, wolkig bis neblig war es da draußen neben der Donau. Nur bei Bad Abbach ein kurzer Abschnitt, wo die Nebelschwaden Platz für eine etwas fahle Sonne machten, die nicht mal einen richtigen Schatten werfen konnte.

Ein paar Eindrücke von unterwegs, während der Fahrt mal von ganz unten, mal von oben, mal von der Seite fotografiert, die Perspektiven am Liegerad sind etwas anders und ungewohnt für einen Normalradfahrer.

Es hat Spaß gemacht, ich hoffe nun auf besseres Wetter und Bilder mit Sonne am morgigen Sonntag …

Graue, aber letzte Heimfahrt von der Arbeit im Jahr 2015

Ja, alles hat zwei Seiten. Einerseits war ich froh, dass es die letzte Heimfahrt von der Arbeit in diesem Jahr war, andererseits war heute regnerisches und graues Wetter, keine Kontraste, keine Farben, nicht schön zu fotografieren.

Auf den Panoramafotos ist die Walhalla kaum zu sehen, auf den Nahaufnahmen hebt sie sich trotz ihrer exponierten Lage kaum vom hellgrauen Himmel ab, ich bin gar nicht ganz hinauf gefahren. Schön ist es ja dort oben, man kann weit schauen, aber heute war alles nur trüb und grau.

Ein paar Aufnahmen, die die trübe Stimmung vermitteln und den farblosen Nachmittag ganz gut wiedergeben. Wenigstens war es mit 8 °C nicht kalt und es regnete auch nicht mehr, auch wenn alles noch gut nass war.

Gute Miene machte auf jeden Fall der dicke Schneemann auf der Terrasse des Hotels am Europakanal und sein rot-grüner Schal wehte leicht im Wind.

Hoffen wir auf weniger Wolken und vielleicht etwas Sonne in den nächsten Tagen … Zeit zum Radeln wäre ja da. Und dann gibt es hoffentlich mal wieder Aufnahmen mit Sonne!

Letzte Nachtfahrt vor Weihnachten

Die letzte abendliche Heimfahrt von der Arbeit vor Weihnachten, da darf sich die Stadt mal mit allen Besonderheiten von ihrer schönsten Seite zeigen …

Und sogar der Dom St. Peter zeigte sich von seiner mystischen Seite und stellte sich trotzig in den immer dichter werdenden Nebel. Der Mond kam kurz hinter den Wolken hervor und der Blick rüber auf die Altstadt von der Brücke an der Jahninsel hatte etwas ganz Besonderes.

Die Christbäume (am alten Rathaus, in Stadtamhof, am Weihnachtsmarkt am Neupfarrplatz) und die vielen Lichter strahlten um die Wette, als ob sie wüssten, dass sie heute das letzte Mal in meinem Blog auftauchen.

Auch das fürstliche Schloss Thurn und Taxis mit dem romantischen Weihnachtsmarkt kam auf den Bildern gut weg und vermittelt einen warmen und einladenden Eindruck.

Nur ein Bild passt so gar nicht in die Reihe … aber ich war über drei Stunden unterwegs und hatte keine Getränke dabei. Das Radler rettete mich vor dem direkten Verdursten und deshalb bekommt die Flasche einen Platz im Blog. Ein bisschen glänzt es ja auch …

So ein Zirkus

Ja, ein richtiger Zirkus … heute mal schnell mit dem Auto 900 km über Heilbronn nach Aschaffenburg und zurück. Überwiegend Regen, Baustellen, 35 km Stau, 550 km in Fahrzeugkolonnen dahinfahren, kein Vergnügen! Und in den Baustellen Fahren in der absoluten Todeszone. 2 Meter Breite am linken Fahrstreifen, wenn der LKW rechts auch nur 30 cm rüber zieht, dann katapultiert es einen in den Gegenverkehr. Und das Erschreckende ist, dass man innerhalb kürzester Zeit den Wahnsinn mitmacht und mit ihnen mitfährt, die Gefahren ausblendend. Es herrscht Kampf auf den Straßen und der Schwächere wird weggedrängt. Nein, das brauche ich nicht jeden Tag und habe es zum Glück auch nicht.

Am Abend deshalb trotz Regen noch eine zweistündige Runde durch die Nacht und zu einem Zirkus, der nur Angenehmes bietet. Spaß, Spannung und Unterhaltung. Die Artisten probten schon, das Orchester spielte laut im schon aufgebauten Zelt, am Samstag wird Première sein.

Ich machte ein paar Fotos dort am großen Dultplatz, auch am Eingangsbereich mit den Kassen. Plötzlich stand da ein älrerer Mann und fragte mich in hartem Deutsch, ob er für mich das Licht anschalten soll, damit ich besser fotografieren kann. Unglaublich! Und dann hat er den Eingangsbereich beleuchtet und die Lichter angeschalten, exklusiv für einen Radfahrer, den er gar nicht kannte.

Ich möchte nicht wissen, wie ihn ein Unbeteiligter beschrieben hätte, den älteren Mann, der da aus dem Wohnwagen kam, mit zerzausten Haaren und einer alten Jacke, die schon viele Winter gesehen hat. Und dabei war er ein aufgeschlossener und freundlicher Zeitgenosse, der gesehen hat, was ein Anderer braucht und dann ohne zu Zögern zur Tat geschritten ist.

Wenn das nicht der Weihnachtsgedanke ist …

Erkenntnisse am Fluß

Ein paar Erkenntnisse bei der morgendlichen Fahrt in die Arbeit an der Donau entlang …

  • Die Flusskreuzfahrtschiffe fahren noch immer, obwohl es schon Winter und fast Weihnachten ist. Am Donaumarkt lagen heute morgen schon 7 solcher schwimmender Hotels und die Touristengruppen bevölkerten die Uferwege, Altstadt und Weihnachtsmärkte.
  • Im Schleusenkanal kann so eine Begegnung schon eng werden und die Schiffe fahren dicht am Ufer, ziehen eine Menge Wasser weg und sich beim Vorbeifahren gegenseitig an.
  • Im unteren Vorhafen der Schleuse Regensburg begegnen sich zwei der Riesen.
  • So ein 135-Meter-Schiff auf einem Flussabschnitt mit 150 Metern Breite zu wenden ist schon beeindruckend, aber letztlich nichts anderes als mit dem PKW ein Wenden in 3 Zügen.
  • Wer sein Fahrrad im Fluss lagern möchte, der muss sich was zur Konservierung der Fahrradteile und des Rahmens überlegen, BEVOR er es dort einlagert! Obwohl die Farbe und der Bewuchs schon auch cool aussehen. Die Kette und das Schaltwerk werden aber wohl nicht mehr ganz zu gebrauchen sein.
  • Es gibt nicht nur Verrückte mit Spezialfahrzeugen neben sondern auch auf dem Wasser. Nass sind weder sie noch ich geworden heute, es hat nämlich nicht geregnet …