Sonne im Süden oder „Chill‘ mal, Alter“

Ja, den Satz „Chill‘ mal, Alter“, den kenne ich aus diversen Unterhaltungen mit meinen fast erwachsenen Kindern, wenn die Meinungen mal nicht so konform sind … doch heute musste ich nicht chillen, das übernahm der eiskalte und böige Ostwind durch den Windchilleffekt mit bis zu 30 km/h und ließ die Temperaturen, die zwischen 0 und 3 °C lagen, doch erheblich kühler auf mich wirken, gefühlt im Minusbereich.

Bei Nebel und bedecktem Himmel mit dunklen Wolkenfetzen unter dem Grau ging es am späten Vormittag raus, das Donautal bis Bad Abbach und dann über die Hügel kreuz und quer durch den südlichen Landkreis, bis mich die Kälte nach zweieinhalb Stunden in die an der B8 bei Geisling liegende Bäckerei mit Café trieb, wo ich einen Snack nahm und etwas Wärme.

Ich überlegte, ob ich weiter gegen den eisigen Wind gen Osten Richtung Straubing fahren sollte, hatte aber nicht so Lust und fasste den Entschluss, wieder zurück zu fahren. Und schon beim Rausgehen sah ich es! Im Süden riss die Wolkendecke auf, der Nebel schien der Sonne zu weichen. Also los Richtung Süden …

Schon nach fünfzehn Minuten fuhr ich in strahlendem Sonnenschein durch den Gäuboden immer weiter Richtung Süden, bis ich an die Nebel-Sonnengrenze kam. Vom hellen Tag fuhr man in düstere und nasse Dämmerung, ein beeindruckendes Schauspiel. An dieser Hell-Dunkel-Sonne-Nebel-Grenze fuhr ich dann immer gen Westen, mal in der Sonne, mal im Nebel, bis ich kurz vor Bad Abbach wieder ganz in den Nebel eintauchte, da die Sonne zu tief stand, um über die Nebelbank noch drüber zu scheinen.

Schöne Eindrücke, die ich versuchte, im Bild festzuhalten, mal grau und trüb, mal hell und farbig, nicht immer perfekt, aber ich denke doch, die besondere Stimmung des heutigen Tages zeigend.

So kam ich heute dann trotz Kälte und Wind, trotz Nebel und dank der Sonne auf fast sechs Stunden, die ich draußen auf und neben dem Rad verbrachte. Reine Fahrzeit waren es fünf Stunden und fünfunddreißig Minuten, die ersten zweieinhalb Stunden fast zum Aufgeben, der Rest als schöne Belohnung, doch durchgehalten zu haben.

2 Gedanken zu “Sonne im Süden oder „Chill‘ mal, Alter“

  1. sehr schöne Aufnahmen. Bei mir hat es die Sonne heute erst gegen Ende der Tour geschafft – leider.
    Aber noch länger zu fahren hätte ich wegen der Temperaturen nicht überlebt – trotz Heizsohlen 🙂

    Gefällt 1 Person

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