Früh aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung

Diesen Spruch habe ich erst vor ein paar Tagen gelesen. Doch wer ihn befolgt, der kommt nicht in den Genuss des frühen Morgens und der Möglichkeit, hin und wieder einzigartige Sonnenaufgänge zu bewundern. Früher Vogel fängt den Wurm, sagt der Volksmund auch. Das habe ich heute früh erlebt, eine besondere Stimmung im Stadtosten über dem Almer Weiher, ein Sonnenaufgang, der zunächst kein besonderer zu werden schien, da am Horizont ein Wolkenband lag, das die Sonne verdeckte. Doch in einem schmalen Streifen sah man sie dann doch und es wurde wieder einmal ein schönes Erlebnis.

An der Donau bei Matting

Sonntagsausfahrt an der Donau entlang mit Pause auf der Rückfahrt an der Fähre in Matting. Das Gütermotorschiff Rezat fuhr zu Tal Richtung Regensburg, ein paar Sportbootfahrer nutzten das schöne Wetter für eine Herbsttour bei teils sonnigen Abschnitten und kräftigem Nordostwind.

An der Fähre reger Übersetzbetrieb, wegen des niedrigen Wasserstandes und dem Wind von unterstrom musste der Fährmann die Gierseilfähre mit einer langen Stange staken, damit sie überhaupt Fahrt aufnehmen konnte.

An der Walba fuhr dann noch der schwimmende Biergarten, ein Vermietboot mit einem Blockhaus drauf, das im Sportboothafen Kapfelberg liegt, aus dem neuen Sportboothafen am Golfplatz und weiter zu Berg.

Einsame Fahrt am frühen Morgen

Am frühen Morgen ging es raus in den Stadtosten. Über Stadtamhof (der Dom im Hintergrund war mit bloßem Auge gar nicht zu sehen), wo der Nebel noch nicht so dicht war und das Scheinwerferlicht aus dem LED-Scheinwerfer noch eine klare Ausleuchtung auf dem Kopfsteinpflaster quer vor den Toren bringen konnte, ging es die Donau runter bis zum Osthafen.

Der Nebel wurde schon vor der Nibelungenbrücke dichter und im Westhafen war die Sicht auf ca. 50 Meter begrenzt und die kleinen Wasserteilchen in der Luft schossen im Licht der LED gegen das Scheinwerferglas. Wäre einen Versuch wert, das im Foto festzuhalten.

Die Überfahrt über die Schwabelweiser Eisenbahnbrücke hatte etwas Mystisches. Das Bild mit der Rückleuchte, dem weißblauen Scheinwerferlicht und dem gelben Licht der Laternen ergeben dieses schöne Lichtspiel, das die Stimmung ganz gut wiederspiegelt.

Der Herbst hat begonnen …

Es gibt sie noch nicht …

… und ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben. Wie damals, als die ersten Mountainbikes mit Federgabel kamen. Das gleiche Problem.

Wohin in der Stadt, wenn nichts zum Anlehnen da ist? Einen Seitenständer hat man nicht, das ist gar nicht vorgesehen, geschweige denn passend zu kaufen. Mit den Mountainbikes hat es sich dann nach und nach gelöst. Sie wurden breiter, die Vorderräder mit den breiten Federgabeln passten irgendwann rein und man konnte wie jeder normale Radfahrer auch direkt vor den Geschäften sein Rad abstellen, die den Luxus so einer Einrichtung hatten.

Und jetzt finde ich so etwas mitten in einem Regensburger Park. Im Vorbeifahren aus dem Augenwinkel. Und es passte – und wie! Wie dafür gemacht. Und dabei nur eine Laune der Natur. Aber ein Beispiel zum Nachmachen.

Mal schauen, wie lange es dauern wird, bis es passende Fahrradständer für Fatbikes geben wird …

Tag- und Nachtgleiche – Regen und Sonne

Herbstanfang. Regen am Vormittag, Sonne am Nachmittag. Das Wasser stand in Pfützen am Donauuferweg raus nach Großprüfening, am gegenüberliegenden Ufer schien die Sonne auf die Anhöhen um Adlersberg. Eine besonders große Wasserpfütze diente als Spiegel für das Fatbike. Der Herbst darf kommen und sich gerne von seiner schönsten Seite zeigen …

Fatbiketour – Tag 4 – Eichstätt – Regensburg/Wald

Letzter Tag, Rückfahrt nach Hause. Ausgiebiges Frühstück, der Hefezopf in der hauseigenen Bäckerei des Hotels war ein Gedicht, wer nur sollte die Fahrräder fahren … kalt war es anfangs, nur 12 Grad, aber die Sonne trocknete die Straßen und Wege schnell ab und erwärmte auch die Luft auf dann angenehme 20 Grad. Bei weiß-blauem Himmel ging es die Altmühl runter, auf teils unbefestigten Wegen über Feld, Wald und Flur.

In Kipfenberg strampelten wir hinauf hoch über die Burg zum geografischen Mittelpunkt Bayerns, einem Denkmal mitten im Wald und einer abenteuerlichen Auf- und Abfahrt. Es lief gut, teils mit viel Rückenwind, wir kamen schnell und gut vorwärts. Leid taten uns die in Gegenrichtung fahrenden Radler, der Wind war eindeutig zu stark und die Leute waren auch sehr langsam unterwegs. Vorbei an der Kratzmühle ging es dann wieder an den Main-Donau-Kanal und auf den grandiosen Schotterwegen talwärts Richtung Donau.

In Kottingwörth, zwischen Beilngries und Töging, dann ein gut bayerisches Mittagessen mit dazu passenden Getränken. Gestärkt ging es weiter, es lief besser als vorher, die Temperatur war inzwischen wieder sommerlich. Dietfurt, Riedenburg, Kelheim, in Kapfelberg in der Gaststätte Donaulände direkt am Donauufer dann noch ein Radler mit Eiskaffee – oder umgekehrt?

Am linken Donauufer fuhren wir dann am Schleusenkanal entlang über Lohstadt und Sinzing bis rein nach Regensburg, wo wir uns am Pfaffensteiner Wehr trennten, Markus weiter nach Wald, also noch gute 35 km und 350 Höhenmeter, ich rein in die City für ein Eis.

Eine perfekte Tour war zu Ende, vier schöne, ereignisreiche Tage waren es. Eine der schönsten Radtouren, die ich bisher gemacht habe. Maßgeblich daran beteiligt war das Fatbike, das auf Untergründen aller Art einen völlig neuen Fahrspaß vermittelt. Mein Reifendruck war vorne 0,7 und hinten 0,9 Bar. Mehr Komfort geht nicht. Und dabei rollt das Bike noch immer ordentlich!

So waren es an diesem Tag noch einmal 157 km und ein paar Höhenmeter, insgesamt 574 km und knapp 3500 Höhenmeter. Der Gesamtschnitt lag trotz des großen Offroadanteils bei 24,3 km/h.

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag4EichstattRegensburg#

Fatbiketour – Tag 3 – Rothenburg ob der Tauber – Eichstätt

Nach einer regnerischen Nacht ging es nach dem Frühstück in einem japanisch besetzten Frühstücksraum bei dichter Bewölkung raus aus Rothenburg, nachdem wir noch eine Stadtrunde mit Fotoshooting gedreht hatten. Zwei Regengebiete waren noch auf unserer Route, doch wie sich später herausstellen sollte, würde uns keines der beiden wirklich erwischen.

Die Etappe sollte nach Eichstätt gehen, der Altmühlradweg war unsere grobe Orientierung, hier und da nahmen wir die Ortsverbindungsstraßen, die eigentlich nicht von PKWs befahren waren, wir waren völlig alleine auf den Straßen unterwegs. Okay, da war noch Schillingsfürst, der Tourplaner hat wohl nicht umrissen, dass das auf einem Berg liegt, über den man nicht unbedingt drüber fahren muss. Wäre auch außenrum gegangen …

Bei kühlen 13 bis 15 Grad ging es immer rauf und runter, der Altmühlradweg wäre etwas weiter, ab wohl auch flacher verlaufen. Wir kamen nach Umfahrung des Hesselbergs und einer guten Brotzeit in einer kleinen Metzgerei in der Wallachei wieder sehr dicht an Gunzenhausen heran, wo wir am Tag vorher schon in Gegenrichtung unterwegs gewesen sind. Doch letztlich ging es dann doch über Wassertrüdingen und Treuchtlingen wieder ins eigentliche Altmühltal und dort auf landschaftlich wunderschöner Strecke bis hinein nach Eichstätt, den zahlreichen Windungen der Altmühl folgend.

Es war ein kühler Tag, viel Gegenwind, viele Höhenmeter und letzlich 146 km. In Eichstätt dann bei einsetzendem Regen ein gemütliches Abendessen, das den Tag abschloss.

Bilder vom ganzen Tag: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/FatbiketourTag3RothenburgEichstatt