Stadtradeln Regensburg – Rückblick – Erfahrungen – Ausblick

Drei Wochen Stadtradeln sind vorüber, es war meine zweite Teilnahme an dieser Veranstaltung, bei der es im Prinzip darum geht, das Rad zu nehmen anstatt den Pkw.

Doch es geht auch um die gefahrenen Kilometer, die so zusammen kommen. Für die Kommune im bundesweiten Vergleich, für die Teams im absoluten Vergleich und die Teams im Vergleich gefahrene Kilometer pro Teilnehmer. Und ein Ranking der besten Einzelfahrer gibt es dann auch noch.

Im letzten Jahr waren wir als die Mannschaft „Unterm Radar“ erstmalig angetreten und hatten bedingt durch die Verwendung von Liegerädern einen großen Erfolg zu verzeichnen. Mit einem Schnitt von 2383 km pro Fahrer waren wir im Jahr 2014 gute 1000 km vor dem zweitplatzierten Team in der Wertung „Fahrradaktivstes Team“. In der Einzelwertung belegten wir die ersten sechs Plätze, lediglich ein Fahrer eines anderen Teams reihte sich hinter meinem Spitzenplatz (ich bin im Jahr 2014 3178 km gefahren) mit etwa 3000 km auf dem zweiten Platz ein.

In der Gesamtwertung der meisten gefahrenen Kilometer (absolut) hatten und haben wir gegen die anderen Teams, die aus bis zu 90 Teilnehmern bestehen, keine Chance. Sehr stark war hier heuer das Team des Veloclubs Regensburg VCR Rot-weiß-rot. Ich habe vor zwei Tagen von dem Team berichtet. Sie erreichten heuer gute 35.000 km. Das ist eine Wahnsinnsleistung! Glückwunsch an die 52 FahrerInnen des VCR!!!

Heuer ging es mir rein um die Teamwertung und das Ziel, in der ersten Woche, wo ich Urlaub hatte, möglichst viele Kilometer mit dem Liegerad zu fahren. Geplant hatte ich 1800 km an neun Tagen, doch nach sechs Tagen und 1200 km entschied ich mich gegen dieses Ziel, da die zweitplatzierte Mannschaft bereits weit zurück lag. Auch das Wetter spielte heuer nicht so mit wie im letzten Jahr.

Ein weiterer Faktor war, dass einer unserer Fahrer aus unabwendbaren Gründen ab der zweiten Woche nicht mehr so richtig für das Team fahren konnte und im Wissen dessen auch anbot, das Team zu verlassen und die gefahrenen Kilometer woanders einzubringen, damit unser Team besser abschneiden würde.

Zunächst war das kein wirkliches Thema, ich überlegte noch, seine fehlenden Kilometer voll zu fahren – 3500 km hätte ich fahren müssen und wohl auch können, um das zu kompensieren – und so einen optimalen Teamschnitt zu ermöglichen. Doch eine einfache Rechnung zeigte mir, dass ich falsch lag und ein Austreten des Fahrers aus dem Team rechnerisch mehr bringen würde als meine zusätzlich zu fahrenden 1200 km.

Doch dazu kam es nicht, mein Vorschlag dahingehend wurde teamintern abgelehnt. Wir hätten mit dieser Option den Abstand auf das zweitplatzierte Team von 1024 km (2014 waren es 1061 km) auf 1300 km ausbauen können und hätten damit neben dem erneuten ersten Platz auch eine neue Bestmarke im Vorsprung gegenüber dem zweitplatzierten Team setzen können.

Hätte, hätte, Fahrradkette …

Ich bin in den drei Wochen insgesamt 2367 km gefahren, 1200 km und damit mehr als die Hälfte in den ersten sechs Tagen. In der zweiten und dritten Woche habe ich die Fahrten dann auf reine Spaßfahrten reduziert, keine festen Vorgaben hinsichtlich der zu fahrenden Kilometer und auch mit normalen Fahrrädern wie dem Fatbike und dem Trekkingrad.

Auch 2015 haben wir so ein sehr gutes und wohl kaum zu toppendes Teamergebnis. Wir hatten viel Spaß, fuhren manche Runde miteinander und auch die kulinarischen Köstlichkeiten während der Touren wurden nicht vernachlässigt. Bei diesen Kilometerleistungen kann man gar nicht soviel essen, wie man wieder herunterstrampelt.

Eine intensive und schöne Zeit, diese drei Wochen auf verschiedenen Rädern. Zu viel anderem ist da neben dem Beruf und dem sozialen Umfeld keine Zeit mehr. Auch die Räder brauchen wieder etwas Zuwendung, wie der Totalausfall am Hinterrad meines Stadtrads gestern noch gezeigt hat.

Mal schauen, was das nächste Jahr bezüglich der Aktion Stadtradeln bringen wird.

Danke allen Blogbesuchern fürs Lesen und Mitverfolgen dieser drei verrückten Wochen!!!

Stadtradeln Regensburg – Tag 21 – Schlusstag – Stadtfahrten/Matting

Der letzte Tag des Stadtradelns, ein warmer Sommertag, etwas schwül, immer wieder Wolken, am Abend dann noch ein Schauer, mit über 20 Grad ideales Radelwetter.

Schon in der Früh hatte ich durch einen Glassplitter im Hinterreifen einen Platten, der schnell repariert war. Allerdings gab es nach der Weiterfahrt kurze Zeit später einen heftigen Knall und die Lauffläche des Reifens platzte zusammen mit dem Schlauch auf, ein Totalschaden. Glǘcklicherweise war es nicht weit zum nächsten Radelgeschäft, wo ich zwei neue Reifen kaufte und gleich montierte.

Ansonsten Stadtfahrten und raus über Sinzing, dort die obligatorische Leberkassemmel beim Freihart, zur Fähre Matting, wo ich auf das rechte Donauufer übersetzte und mit dem Eisverkäufer noch ein paar Worte wechselte, der da etwas einsam rumstand. Er freute sich so über die Unterhaltung, dass er mir gleich ein Gratiseis anbot.

Nochmal rein bis zur Innenstadt, eine Altstadtrunde und mit abschließenden 58,3 km war das heurige Stadtradeln beendet.

Eine Auswertung und ein Rückblick im nächsten Eintrag morgen, wenn alle Teams ihre Kilometer eingetragen haben.

Stadtradeln Regensburg – Tag 20 – Am Fluss und Verfolgermannschaft

Ein recht sonniger Tag, in der Früh noch um die 8 Grad, am späten Nachmittag dann um die 18 Grad. Fast kein Wind, schönes Radfahrwetter.

Beim Stadler draußen traf ich auf das Team des VCR, die auch beim Stadtradeln mitmachen und direkt hinter uns in der Wertung des fahrradaktivsten Teams liegen. Die Vorsitzende Barbara Wilfurth war auch mit dabei. Sonst eine Mannschaft, die nach Aussage eines Fahrers aus Pensionisten besteht, die dreimal in der Woche gemeinsame Ausfahrten unternehmen. Draußen am Schloß Prüfening habe ich sie dann noch einmal in der Formation fahren sehen.

Ein paar Runden an Donau und Naab, die Beluga II auf der Fahrt Richtung Main-Donau-Kanal, eine alte römische Galeere auf der Naab, ein Projekt der Uni Regensburg, interessierte Gruppen können dort im Takt und auf Anweisung rudern. Der Römer in Kampfausrüstung stand derweil am Ufer und beantwortete Fragen von Interessenten.

Nur 51 km heute, aber schönes Radelwetter und einiges gesehen da draußen …

Stadtradeln Regensburg – Tag 19 – Stadtfahrten/Wenzenbach

Nur Stadtfahrten heute mit dem Trekkingrad. Es war sehr kalt, ein bitter kalter und schneidender Nordwind machte das Fahren sehr unangenehm, Handschuhe waren kein Luxus, obwohl die Temperatur bei 14 Grad lag.

Die Beluga II lag im Donausüdarm, das obligatorische Transparent am Zweimaster aufgespannt. Open Boat zur Besichtigung. In der Innenstadt auch nochmal ein Greenpeace-Stand mit einer Unterschriftensammlung für ein Schutzgebiet in der Arktis mit einem netten Eisbären.

Am Abend dann noch eine Fahrt nach Wenzenbach zum Liegeradstammtisch, hatte aber das falsche Rad dabei. Beim Menzo (sehr zu empfehlen) gab es leckeres Essen, die Herrentoilette ist sehr originell. Auch dort eine saubere Mülltrennung …

84,7 km kamen so an einem sehr unfreundlichen Radltag zusammen.

Stadtradeln Regensburg – Tag 18 – Stadtfahrten an der Donau

Ein kühler, windiger, regnerischer Tag. Zeit und Muße für ein paar Runden in der Stadt an der Donau entlang. Besonderheit: Die Beluga II, ein Greenpeace-Schiff, liegt in Regensburg im Unterwasser der Schleuse. Und es wurden dann doch 81 km fürs Konto des Stadtradelns …

Stadtradeln Regensburg – Tag 16 – Falkenstein/Bad Abbach

Mit dem Fatbike ging es auf der alten Bahnlinie und dem heutigen Falkensteinradweg Richtung Falkenstein. Das Wetter war nicht so toll, graue Wolken, es sah teils nach Regen aus, mit 12 Grad für die Jahreszeit zu kalt. Ich traf auf einen Kollegen aus dem Stadtradeln-Team und wir fuhren ein gutes Stück gemeinsam Richtung Falkenstein. Doch kurz vor Falkenstein sah es sehr dunkel aus, sodass wir uns zur Einkehr in eine Wirtschaft entschlossen und Kaffee und Kuchen bevorzugten.

Auf der Rückfahrt dann leichter Regen, allerdings nur ein paar Kilometer. In Regensburg entschloss ich mich noch zu einem Abstecher nach Bad Abbach, damit die 100 km voll werden würden.

Letztlich hatte ich dann 118,1 km auf dem Tacho stehen. Eine schöne Tour an einem weniger schönen Radeltag.

Stadtradeln Regensburg – Tag 15 – Stadtfahrten und Bad Abbach

Stadtfahrten mit dem Specialized Trekkingrad mit allerlei Stadtansichten und am Nachmittag eine Fatbike-Runde nach Bad Abbach und am anderen Ufer retour. Das Wetter war durchwachsen, am späten Nachmittag sah es nach Regen aus, hielt aber.

Für das Stadtradeln kamen an diesem Samstag 87,4 km zusammen, je zur Hälfte mit den beiden Rädern.

Stadtradeln Regensburg – Tag 14 – Stadtfahrten/Bad Abbach

Nach ein paar Besorgungen in der Stadt mit dem Specialized Trekkingrad ging es am Nachmittag mit dem Fatbike raus an die Donau und auf unbefestigten Wegen bis rauf nach Bad Abbach. Durch den Wind war es trotz der 16 Grad recht frisch, die Radwanderer, die mir entgegenkamen, waren alle mit Regenbekleidung angezogen, obwohl es nur diesig war, die Sonne sah man schemenhaft durch das Grau des Himmels.

In Bad Abbach hoch zur Burg, eine kurze Rast und dann ging es wieder die Donau entlang bis rein an die Steinerne Brücke, von dort durch die City nach Hause.

Ein Traum, das Rad auf den Uferwegen zu fahren, je loser der Schotter, je mehr Spaß macht es, einfach darüber zu gleiten.

Insgesamt kamen dann doch 63,1 km zusammen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …

Stadtradeln Regensburg – Tag 13 – Fatbikerunde nach Oberndorf

Eigentlich wollte ich ja nur etwas mit dem Fatbike fahren, da es am Nachmittag etwas wärmer wurde und nicht mehr regnete. Bei 15 Grad ging es raus an die Fähre Prüfening, doch Richtung Bad Abbach sah es dunkel aus am Himmel. Also rein am Ufer entlang, vorbei an der Naabmündung mit der Wallfahrtskirche Mariaort, Richtung Stadt. Doch kurz vorm Pfaffensteiner Wehr fing es auch da zu regnen an. Unter der Brücke stand das Team von Nora, die mit einem „Für das Team“ Richtung Westen losfuhr.

Ich wartete und hielt noch die Aussage „Alles Lüge“ fest, die ein Sprayer auf einem Betonsockel hinterlassen hat. Was immer er damit meinte, er hat in vielen Dingen sicher Recht!

Da es jetzt im Westen wieder heller aussah, fuhr ich den Donauradweg wieder raus zur Fähre, doch dort fing es dann auch zu regnen an. Also Regenhose und -jacke drüber, kurz das Regenradar gecheckt, aber so richtig trocken schien es nirgends zu sein. Da fuhr eine Bikerin an mir vorbei, die ich kurze Zeit später wieder einholte und aus einem kurzen Gespräch wurde eine Regen-Fahrgemeinschaft bis zur Walba. 9 Grad hatte es noch, es war lausig kalt, die nassen Hände empfindlich kalt.

An der Walba kam noch ein Local oder wie man neudeutsch sagt Guide dazu, die beiden hatten eine Tour in den Höhenzügen um Oberndorf geplant. Ich schloss mich an, wir hatten viel Spaß und auf Waldwegen und Trails eine schöne Tour zusammen. Am Wasserturm oben in Pentling dann noch eine grandiose Aussicht ins Donautal, bevor sich der Guide von uns trennte und wir wieder in die Stadt rein fuhren.

Interessant war, dass das Bike der Bikerin daheim in der Badewanne gewaschen wird. Ich stelle mir gerade vor, dass man danach sicher duschen kann, da der Sand in der Badewanne eine Rutschsicherheit garantiert und man diesen wesentlich gefährlicheren Vorgang (ohne Spaß, da passieren die meisten Kopfverletzungen) des Duschens ganz ohne empfohlenen Duschhelm durchführen kann. Spaß beiseite, wir steuerten noch die Autowaschanlage in der Kirchmeierstraße an und säuberten dort mit sanftem Strahl aus der Düse die Bikes, die wie neu aussahen.

Ein toller Nachmittag mit netten Leuten, fürs Stadtradeln hat es aber wegen der Strecke nicht allzuviel an Kilometern gebracht, nur magere 48,6 km bei zum Schluss 7 Grad und leichtem Regen … ich gelobe Besserung … wobei 1800 km in 11 Tagen sind ja auch nicht gerade wenig und Faulheit kann mir da keiner aus dem Team vorwerfen!