Erfahrungen aus dem Sturz am 07. Januar 2014 in der Haydnstraße

daten-sturz

„Das kommt davon, wenn man im Januar mit dem Rad fährt!“

Und ähnliche Sprüche wurden mir auch noch übermittelt, was jetzt nicht direkt hilft … wie schon geschrieben und auch auf den bisherigen Bildern im Blog ersichtlich, war ich den ganzen Winter bei Verhältnissen mit dem Rad unterwegs, die eben winterlich sind und besondere Aufmerksamkeit erfordern. Ohne Probleme und ohne gefährliche Situationen.

Mehr Sorge machte mir der Umstand, dass mich ein Fahrzeug erfassen könnte, das unkontrolliert irgendwo angerutscht kommt und seine Knautschzone gegen meine nicht vorhandene ausspielt. Das sage ich auch immer wieder in der Familie, dass jeder maximal schauen soll, vor allem die anderen Verkehrsteilnehmer im Auge behalten. Doch das ist leicht gesagt. Man muss ja auch noch mit dem Rad fahren, und dann gibt es eben die Momente, wo man nicht mit voller Aufmerksamkeit dabei ist, da die Jacke hochgerutscht ist, der Gang nicht sauber geschalten hat und andere Kleinigkeiten den Moment beanspruchen.

Hätte, wenn und wäre helfen nicht weiter. Können uns nur bei der nächsten Ausfahrt an unsere Fehler erinnern und es besser machen lassen.

Ich bin froh, dass ich trotz meines Fehlers einigermaßen gut davon gekommen bin. Ok, die Prellungen und vor allem die Mikroverletzungen in der Muskulatur sind sehr schmerzhaft, aber ein Bruch im Wirbelsäulenbereich hätte eine ganz andere Dimension gehabt. Fünf Tage hat die Ärztin gesagt, würden die Schmerzen auf jeden Fall dauern. Recht hatte sie, heute am dritten Tag spüre ich erst das komplette Ausmaß. Aber die Erleichterung überwiegt.

Ich hätte es sehen können, vielleicht sogar müssen. Autos stehen nicht einfach so am Straßenrand in Schneehaufen und verbrauchen alten Strom für die Warnblinkanlage. Nur meine Interpretation war eben falsch und im Nachhinein auch etwas überheblich … der hat wohl die Garageneinfahrt nicht ganz getroffen …

Wahrscheinlich werden solche Gemeinheiten gleich bestraft!

Wie oben in der Karte ersichtlich ging es mit etwas über 6 % Gefälle bergab und ich war 19 km/h schnell. Zu schnell, auch wenn man dort sonst locker über 30 km/h fährt. Und die Geschwindigkeit und der senkrechte Aufprall bei gestreckten Beinen und Rücken ohne Abroll- oder Ausweichbewegung erklären auch die Heftigkeit der Prellungen. Da wird ja einiges an Energie vernichtet und muss plötzlich vom unteren Rücken aufgenommen werden. So gesehen bin ich noch mehr erleichtert, dass da nicht mehr passiert ist.

„Jetzt fährst du aber nicht mehr mit dem Rad!?“

Warum sollte ich nicht mehr radfahren? Ich betrachte Radfahren an sich nicht als gefährlich, wenn man aufmerksam unterwegs ist und versucht, die Gefahren so gut wie möglich zu erkennen und einzuschätzen und dann das eigene Verhalten darauf abzustimmen. Ich bin kein Freund von riskantem Radfahren oder Raserei, ich stehe eher auf Kontrolle und Beherrschung.

Aber wie man sieht, kann ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit ausreichen.

Bleiben wir aufmerksam und kommen wir alle gesund und wohlbehalten durch unser weiteres Leben, egal ob zu Fuß, per Rad, im Auto oder wie auch immer!

2 Gedanken zu “Erfahrungen aus dem Sturz am 07. Januar 2014 in der Haydnstraße

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