Wintermorgen – Fahrt im Neuschnee

Über Nacht an windgeschützten Lagen 15 cm Neuschnee, dort wo der Wind freie Bahn hatte, Schneeverwehungen, eine tolle Winterlandschaft. Mit -3 Grad war der Schnee noch locker, nur in der Stadt lag auf Straßen und Wegen eine gesalzene, matschige, braune Masse, die schwer zu befahren war.

Auf dem Fahren lag tatsächlich das Hauptaugenmerk oder zumindest dem Fatbike beibringen, in welche Richtung es fahren soll. Auf den Straßen in der Stadt nicht immer ganz einfach, auf den unbefahrenen und ungeräumten Radwegen kein Problem. Dort glitt das Bike wie auf Schienen dahin, mit deutlich hörbarem Knirschen wurde dabei der Schnee zusammen gedrückt, ein echter Spaß, der aber auch Kraft kostete. 15 km/h waren eine echte Herausforderung, draußen auf den Uferwegen der Donau, die jungfräulichen Schnee boten, beim normalen Dahinfahren gar nicht zu erreichen.

Tief zog sich die Fahrspur hinter dem Bike durch den Schnee, auf dem Bild sieht es aus wie ein Hohlweg, mit dem starken Rückenwind war es sogar erträglich, an die Rückfahrt musste ich ja noch nicht denken. Oberndorf war dann der Wendepunkt, gegen den eisigen Wind ging es wieder rein in die Stadt, ab der Walba nahm ich dann die Straße, da die Fußgänger am Uferweg mehr wurden und der Gegenwind auch auf der festgefahrenen Schneedecke reichte.

Die ganze Fahrt fühlte sich an, wie eine lange Bergetappe, der bis zu 15 cm hohe Schnee forderte seinen Tribut. Zwei Rennradfahrer wagten die Fahrt auch, fuhren aber eher 10 km/h, da sie mit den schmalen Reifen in den teils festgefahrenen Spurrillen wenig Führung hatten und ganz schön herum schlitterten.

Der leichte Schneefall wich beim Heimfahren einem bewölkten Himmel, von dem jetzt im Augenblick sogar die Sonne ab und zu herunter scheint.

Eine anstrengende, aber schöne Fahrt an diesem Wintermorgen, von denen es hier leider nicht mehr allzu viele gibt.

Alle Eindrücke von unterwegs hier: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/28Dezember2014Wintermorgen

Auf der Suche nach Schnee Richtung Falkenstein – Falkensteinradweg

Den ganzen Vormittag die Meldungen im Radio, dass sogar im tiefen Westen seit gestern Schnee fällt. Und bei uns weit und breit nichts, über Nacht nur etwas Schneestaub und Frost. Das Trek Farley 6 musste doch unbedingt mal auf Schnee gefahren werden …

Also ging es raus Richtung Nordosten und auf den Falkensteinradweg, die Zeit sollte bis Roßbach/Wald reichen. Bis dahin fuhr ich genau 2 Stunden, Schnee sah ich keinen, nur etwas angezuckerte Wiesen und Bäume, der Radweg selber war frei, etwas gefroren und teils glatt.

Bei km 22,4 der Bahnstrecke (von Regensburg/Hauptbahnhof aus gerechnet ist es km 32) des Falkensteinradwegs Höhe Wald drehte ich um und mit der Wende kam auch die Wende – es fing zu schneien an und dieser Zustand entwickelte sich schnell zu einem Schneetreiben mit kaltem Ostwind, der immer noch anhielt und wohl die Westströmung lange aufgehalten hatte. Jetzt ging es schnell mit dem Schnee, bis rein nach Regensburg lagen dann schon 5 bis 8 cm lockerer Pulverschnee, durch den Wind teils stark verweht, eine wahre Freude, mit dem Fatbike darüber zu gleiten. Die Autos waren nur geringfügig schneller, lautlos ging es durch oder über den frischen Schnee, unberührte Flächen gehörten dem Fatbike und da war es voll in seinem Element. Noch nie hatte ich so viel Spaß mit einem Fahrrad im Schnee. Das Trek Farley 6 lief wie auf Schienen, lediglich der Krafteinsatz stieg mit steigender Schneehöhe, aber das kenne ich ja vom Trike, wo 3 Reifen durch den Schnee pflügen. Aber die Traktion am Fatbike ist einzigartig und ich konnte dort fahren, wo mit dem Trike nichts mehr möglich gewesen wäre.

An der Ampel am Justizgebäude gingen 5 Mädels über die Straße und zweimal hörte ich: „Schau‘ hin, der hat Winterreifen drauf!“.

Eine super Runde, die -3 Grad und der eiskalte Ostwind waren Nebensache, das Erlebnis des Fahrens auf frischem Schnee ließ schnell alle Widrigkeiten der Natur vergessen.

Ich freue mich schon auf morgen …

Alle Eindrücke von unterwegs: https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/27Dezember2014FalkensteinradwegBisRoBachWald

Weihnachten – Die Räder stehen still

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Ich wünsche allen, die mein Blog verfolgen oder zufällig hier vorbei schauen, ein schönes Weihnachtsfest und friedvolle Feiertage!

Egal, was man von Religion oder Christlichem Glauben halten mag, egal, wer dieser Jesus von Nazaret(h) wirklich war, eines hätte der Mensch damaliger und heutiger Zeit von ihm lernen sollen, dann hätten wir eine bessere Welt:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Daran können und sollten wir arbeiten, damit wenigstens unsere kleine Welt, in der wir uns jeden Tag bewegen, eine bessere Welt ist oder wird.

Von Großprüfening bis zum Westbadweiher

Nur ein kurzes Stück des Donauradwegs (offizielle Strecke, nicht geteert, teils grober Schotter, teils wassergebunden) von der Fähre in Großprüfening bis rein an den Westbadweiher.

Die Fähre (freifahrend und zum Übersetzen nach Kleinprüfening/Riegling) ist für Fahrradfahrer nur im Sommer und an den Wochenenden in Betrieb. Ist aber immer wieder ein schöner Fleck zum Verweilen.

Ein paar hundert Meter weiter flussabwärts ein Schwarm Wildgänse auf dem Feld, gegenüber die schroffen Felsen, die malerisch am Donauufer ganz oben auf der Marienhöhe kurz vor der Wallfahrtskirche Mariaort stehen.

Höhe Westbadweiher am gegenüberliegenden Ufer oben auf den Winzerer Höhen ein Gleitschirmflieger, der aber trotz mehrerer Versuche mit dem wechselnden Wind nicht zurecht kam und an der Absprungkante beim Windfähnchen immer wieder abbrach.

Dass es einen Tag vor dem Heiligen Abend ist, konnte man bei dem Sonnenschein und den knapp 10 Grad Lufttemperatur nicht wirklich glauben. Einige Radfahrer unterwegs und auf der Joggermeile rein zum Pfaffensteiner Wehr viele Läufer und Walker, teils in kurzen Hosen und kurzen Trikots.

Alle Eindrücke im Album –> https://picasaweb.google.com/103123780698944134584/23Dezember2014KleinprufeningBisPfaffenstein

Beeindruckend und schön

Erst sah es nach einem Abend aus, an dem die Sonne noch kurz aus den Wolken hervor kommt und dann wieder dort verschwindet. Da war ich gerade am Grieser Spitz und dann auf der Steinernen Brücke.

Doch kurze Zeit später sah man über der Altstadt ein besonderes Licht, das sich immer mehr entwickelte und in schönsten Orange-, Rot- und Violetttönen über der ganzen Stadt lag. Schnell versuchte ich die Nibelungenbrücke zu erreichen, denn von dort hat man den erhöhten Blick auf die Altstadt und kann das Naturschauspiel so richtig genießen.